Was ist los im E-Mail-Marketing?

5 Fragen an Nikolaus von Graeve, Geschäftsführer bei rabbit eMarketing

1. Welche Fehler werden bei E-Mailings/Newslettern am häufigsten gemacht?

Leider wird oftmals noch immer genau das falsch gemacht, was schon seit jeher falsch gemacht wird: Newsletter und E-Mailings enthalten keinen Nutzen für den Empfänger! Stattdessen werden die Heldentaten des Unternehmens kund getan, ohne zu hinterfragen, ob diese den Empfänger überhaupt interessieren.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die Aufmachung der Inhalte. Sie sollten für das Auge leicht erfassbar, gut strukturiert sowie kurz und knapp auf den Punkt gebracht werden. Leider ist dies immer noch nicht selbstverständlich. Obwohl jeder weiß, dass die meisten E-Mailings/Newsletter aufgrund der Informationsflut nur überflogen werden.

2. Welcher Trend ist 2012 der „heißeste“?

Ein Trend der schon lange gehandelt wird, aber jetzt erst so richtig bei den Unternehmen zum Einsatz kommt: Lifecycle-E-Mails. Sie sind an den so genannten Customer Lifecycle gekoppelt. Die Abonnenten erhalten abhängig von ihrem jeweiligen Kundenstatus automatisiert passgenaue Informationen per Newsletter. Damit wird eine maximale Relevanz beim Leser erzielt – entsprechend hoch ist die Response-Rate.

3. Was ist momentan die größte Herausforderung im E-Mail-Marketing?

Es wird immer noch zu wenig Zeit und Geld in professionelles E-Mail-Marketing investiert. In der Regel sitzen in den Unternehmen Mitarbeiter, die schnell mal nebenbei noch einen Newsletter oder ein E-Mailing verschicken sollen. Doch für den erfolgreichen Online-Dialog benötigt man Fachkräfte, die sich gezielt damit auseinander setzen. Dann ist es eine unschlagbare Waffe für die Kundengewinnung!

4. Wie sieht E-Mail-Marketing in zehn Jahren aus?

Idealerweise wird es eine One-to-One-Kommunikation sein. Keine Gießkanne mehr, sondern ein individueller Dialog mit dem Kunden. Und das über ganz unterschiedliche Kanäle (Apps, Mails, Mobile etc.).

Die Realisierung wird in drei Stufen erfolgen. Die erste Stufe ist das breit gestreute E-Mailing mit relevanten Inhalten. Stufe zwei sind automatisierte Mails, die den Kunden aufgrund verschiedener Kriterien zielgerichtet ansprechen. Auf der dritten Stufe wird dann ein ganz persönlicher und individueller Kundendialog geführt.

Die Technik hierfür gibt es bereits, nur wird sie noch nicht in vollem Umfang und mit entsprechender Kreativität genutzt.

5. Warum ist die Email-Expo 2012 wieder einen Besuch wert?

Weil es der Branchentreff für professionelles E-Mail-Marketing ist! Hier konzentriert sich alles und jeder nur darauf. Die Fülle an Input ist eine wichtige Inspirationsquelle und der Austausch untereinander eine echte Bereicherung. Und nicht zuletzt die E-Mail-Klinik, die wir auch in diesem Jahr anbieten. Hier verarzten wir wieder kostenlos alle kranken und gebrechlichen E-Mailings!

Ein Gedanke zu „Was ist los im E-Mail-Marketing?“

  1. Noch eine kleine Anmerkung zu den häufigsten Fehlern beim E-Mail Marketing. Die Ursachen für schlechte Öffnungs- und Klickraten liegen in den meisten Fällen an den publizierten Inhalten. Nicht selten werden ohne Rücksicht auf die Interessen der Leser Inhalte plaziert, welche
    a) viel zu lang,
    b) nicht für das Lesen am Bildschirm tauglich und
    c) ohne jeglichen Teaser-Charakter sind.

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