Fake-Player im E-Mail-Marketing

Nach einer Umfrage der Forrester-Gruppe können Unternehmen beim E-Mail-Marketing mit dem Einsatz von Marketing- und Erklär-Videos um bis zu 200 bis 300 Prozent höhere Click-through-Raten erzielen. Das bedeutet eine signifikante Steigerung der Aufmerksamkeit: Sämtliche Empfänger, die Video-Mails öffnen, haben Kontakt mit der Werbebotschaft, und 75 Prozent derer, die dem Spot mindestens 30 Sekunden Zeit widmen, schauen ihn bis zum Ende an.

Der Grund liegt auf der Hand: Zum einen spricht das Medium “Video” an sich die Empfänger stärker an, als es Text und Grafiken vermögen. Zum anderen verspricht Video einen zusätzlichen Mehrwert, der über den normalen Content hinausgeht. So bieten sich Video-Mails in Newsletter-Kampagnen sowohl für die Steigerung des Abverkaufs als auch für positive Branding-Effekte und reine Informationsvermittlung an.

Doch der Versand von Video-Mails ist mit einigen Hürden verbunden. Denn natürlich lassen sich Videos schon allein aufgrund der Dateigröße schwerlich einfach als Anhang per E-Mail versenden. Das ist nicht nur eine Frage der Bandbreite, sondern wird von den meisten E-Mail-Providern aus Sicherheitsgründen blockiert. Ebenso problematisch gestaltet sich das Einbinden eines Videoplayers, der den Inhalt von einem zentralen Server aus streamt.

Aber es gibt einen „Workaround“, der technische Restriktionen und Spamfilter umgeht und geringe Ladezeiten mit sich bringt: Der Fake-Player. Dabei wird ein Standbild des Videos inklusive der Bedienelemente eines Videoplayers (Playbutton, Lautstärkeregler, Fullscreen-Icon etc.) als Grafik in die E-Mail integriert. Das sieht für den Empfänger so aus, als ob er sich das Video direkt in der Mail anschauen kann. Tatsächlich öffnet sich nach einem Klick auf das “Video” der Internetbrowser mit einer Website, auf der das eigentliche Video zu sehen ist.

Tipps zum Fake-Player:

  • Wählen Sie als Vorschaubild am besten ein besonders stark Interesse weckendes Standbild aus.
  • Integrieren Sie zusätzlich einen Textlink zum Video, der alternativ angezeigt wird, falls das E-Mail-Programm des Empfängers keine Grafiken anzeigt.
  • Wenn der Fake-Player mit einer animierten Gif-Grafik kombiniert wird, sieht das tatsächlich wie ein kurzes Video aus. Das kann trotz der Farbreduzierung auf 256 Farben die Klickraten signifikant erhöhen.
    Animierte Gif-Grafiken lassen sich mit den meisten Bildbearbeitungs-Programmen erstellen (siehe auch die Freeware AniMake) und können von allen gängigen E-Mail-Programmen angezeigt werden – außer von Microsoft Outlook 2007.

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