Europäische Messen werden digital – in Rekordzahl

Dexperty-MobileApps-der-Messefrankfurt-quer-IMG_0049Kai Hattendorf verantwortet beim weltweit tätigen Messeveranstalter Messe Frankfurt die Bereiche Digital Business und Unternehmenskommunikation & Marketing. In diesem Beitrag spricht er über die Digitalisierung und ihre Relevanz für die Messe Branche:

Die Länder Europas sind bei der digitalen Infrastruktur weltweit führend. Daher wundert es nicht, dass digitale Entwicklungen das Profil der Messen in Europa deutlich beeinflussen.

Die großen europäischen Messeorte wie Frankfurt, Mailand und Moskau betreiben gemeinsam eine Institution namens European Major Exhibition Centres Association (EMECA). Vor kurzem haben sie eine wesentliche Änderung in den strategischen Prioritäten für Organisatoren und Veranstaltungsorte von Messen bekannt gegeben—hin zu mehr digitalen Produkten und Services. In einer Umfrage zur Relevanz des „digitalen Business“ für ihre aktuellen Aktivitäten sagten die meisten EMECA-Mitglieder, dass innerhalb der nächsten drei Jahre das digitale Geschäft „sehr relevant“ für sie wird.

Europas Branchenführer sehen die Digitalisierung als das wichtigste Thema für die Zukunft, das die gesamte Branche noch stärker beeinflussen wird als die Globalisierung. Die europäischen Messe Gesellschaften gehen außerdem bereits heute davon aus, dass das digitale Business einen großen Anteil an ihrem Umsatz einnehmen wird. Auch bei den Aktivitäten der Unternehmen in diesem Bereich ist deutlich zu sehen, dass diese Änderungen nun Gestalt annehmen.

Die EMECA Umfrage zeigt ebenfalls, welche digitalen Produkte oder Services von den großen europäischen Playern angeboten werden. Smartphone-Apps für Messen, Online-Versionen von Ausstellerkatalogen und Online-Werbung auf Websites gehören bei vielen bereits heute zum Standard. Doch komplexere digitale Produkte wie Tools für Geschäftskontakte, spezifische Online-Kampagnen und CRM-basierte Services sind noch nicht von vielen Messeveranstaltern verfügbar.

Gemäß der Daten von EMECA wurden die meisten digitalen Aktivitäten von Kundenanfragen angetrieben anstelle von strategischen Initiativen innerhalb der Unternehmen. Messen wie in Frankfurt und Hannover sowie in Mailand und Bologna haben allerdings bereits eigene Geschäftsabteilungen gegründet, um ihre digitalen Potenziale strategisch weiterzuentwickeln. Nun prüfen auch immer mehr europäische Veranstalter die Monetarisierung dieses neuen Business-Modells.

 

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