E-Mail Mobile Social Media Marketing Digital Digitalisierung

Reporting: SEM-Erfolge auf einen Blick

Dreh- und Angelpunkt sämtlicher SEM-Maßnahmen ist das Monitoring. Auf dem Markt stehen zahlreiche Tools zur Auswahl, die diese Aufgabe erleichtern und professionelle SEO-Reportings ermöglichen. Bekannte Namen sind Sistrix, Searchmetrics, SEOlytics, Ravent Tools, Moz und – allen voraus – Google Analytics.

Die Interpretation solcher Reports ist dabei meist abhängig von der Perspektive. Die beauftragten SEO-Experten interessiert vornehmlich das, was ihre Arbeit unmittelbar bewirkt: Besucherzahlen und Klickraten, Keyword-Ranking und die Sichtbarkeit der Website. Von Seiten der Unternehmen selbst steht vor allem die Frage nach dem Endergebnis und dem Gewinn aus dem Investment (ROI) im Vordergrund: Wieviele zusätzliche Anfragen oder Geschäftsabschlüsse sind auf die SEM-Maßnahmen zurückzuführen? Ein hohes Ranking birgt nicht automatisch auch einen monetären Wert.

Nach einer von Kaja Keim und Georg Matzat auf der SEOCampixX 2013 vorgestellten Umfrage unter 400 SEO-Experten und deren Kunden stehen über alle Teilnehmer hinweg folgende fünf Kennzahlen auf den vorderen Plätzen:

  1. Gewonnener Traffic über die definierten Keywords
  2. Anzahl der Top-Rankings
  3. Konversionen, die über SEO-Traffic zustande kamen
  4. Ranking des definierten Keyword-Sets
  5. Anteil des SEO-Traffic an den Gesamt-Besucherzahlen

Für Kunden von SEO-Dienstleistern ist es besonders wichtig, genau zu eruieren, welche Kennzahlen tatsächlich für ihre individuellen Belange und Ausgangssituation (Branche, Wettbewerber, Ziele etc.) hilfreich sind. Abgesehen von Auskünften über die Herkunft der Website-Besucher, Keywords, Absprungraten und Verweildauer können je nach eingesetztem Trackingtool auch Verkaufszahlen, Umsätze und Produktdaten eingesehen werden. Interessante Werte können auch Follower-Zahlen bei Twitter sowie die Anzahl an Likes und Fans der Facebook- und Google+-Präsenzen sein.

Zahlreiche Metriken kommen auch ohne speziell in die Website implementierten Tracking-Code aus und werden deshalb auch oft von Agenturen zum Ködern neuer Kunden genutzt. Ihre Aussagekraft ist aber meist fragwürdig. Hierzu zählen z.B. die Keyword-Dichte oder die Anzahl an Backlinks, die ein eher schlechter Indikator für gute Rankings oder die Güte einer Website sind: Es kommt ganz auf die Branche an, ob es 10 oder 1000 Backlinks für einen deutlich sichtbaren Effekt bedarf.

Ebenso fragwürdig ist das „Alexa-Ranking„, für das die Besuche mit installierter Alexa-Toolbar gemessen und auf den Gesamt-Traffic im Internet hochgerechnet werden. Da die Toolbar hauptsächlich in den USA genutzt wird, besitzt dieser Wert gerade für Unternehmen in Europa kaum Aussagekraft. Gleiches gilt für den veralteten Pagerank und Domain-Autoritt (Quantität von Backlinks anstatt Qualität), die Präsenz im ebenfalls veralteten DMOZ und die Anzahl indexierter Seiten. Auch Meta Keywords, in den Quellcode integrierte Schlüsselwörter, haben Ihren ehemals hohen Stellenwert bei Suchmaschinen wie Google und Bing verloren.

Immer up-to-date zu diesen und weiteren Themen der Dexperty, die Marke der Messe Frankfurt für digitale Services, mit dem dexperty Newsletter, den Sie hier abonnieren können.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.