Smartphones etablieren sich als Arbeitsmittel im Berufsalltag

M-Commerce Lösungen für den Einkauf unterwegs
Laut einer Hochrechnung des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) vom Februar werden allein in 2014 rund 30 Millionen Smartphones verkauft. Dies entspricht einem Plus von etwa zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Diese Zahlen untermauern die enorme und stetig wachsende Bedeutung der Mobile-Branche. In Deutschland besitzt fast jeder Zweite ein Smartphone“, erklärt Ruth Lorenz, Bereichsleiterin Neue Veranstaltungen der Messe Frankfurt. „Gleichzeitig erobern die mobilen Begleiter zunehmend auch den beruflichen Alltag. 20 Prozent bekommen ein Smartphone von ihrem Unternehmen gestellt, weitere 40 Prozent nutzen ihr eigenes Gerät beruflich. Mit der M-Days, der internationalen Fachmesse für das Mobile-Business, nehmen wir diese Entwicklung auf und geben einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen“, so Lorenz weiter.

Im Zuge der verbreiteten Nutzung von Smartphones im Unternehmensalltag spielt das Thema IT-Sicherheit eine immer größere Rolle. Laut einer Umfrage der International Data Corporation (IDC) aus dem Jahr 2013, ist für mehr als die Hälfte der Befragten die Einführung einer Mobile Device Management-Lösung notwendig, um zur Erhöhung der Sicherheit beizutragen.
Auch der BITKOM berichtet von fehlender Sicherheit. Nur etwa 20 % der Unternehmen schränken die technischen Funktionen der Geräte ein oder erlauben ausschließlich freigegebene Apps, wie beispielsweise E-Mail-Applikationen oder Kontaktverwaltungen. Solche Apps werden im Berufsalltag überdurchschnittlich häufig genutzt und machen das Smartphone zu einem unverzichtbaren Begleiter. „Gerade neue Geräte eignen sich sehr gut als mobiles Büro. Die exzellente technische Ausstattung sowie die schnellen Internetverbindungen ermöglichen ein flüssiges Arbeiten am Smartphone“, sagt Tobias Arns, Bereichsleiter Social Media & Mobile des BITKOM. „Zudem lassen sich viele Business-Anwendungen über entsprechende Cloud-Dienste aufrufen. Somit ist immer und jederzeit ein Zugriff auf die entsprechenden Daten und Programme möglich“, so Arns.

M-Commerce Applikationen bieten Wachstumspotenziale
Doch mobile Anwendungen sind nicht nur Begleiter im beruflichen Umfeld, sondern werden immer stärker auch zu Verkaufsplattformen. Die Allensbacher Computer- und Technik-Analyse (ACTA) zeigt, dass 2013 annährend fünf Millionen Menschen mobil eingekauft haben. Weitere 5,4 Millionen Nutzer ersteigerten auf einer mobilen Auktionsplattform Waren. „53 Prozent aller Smartphone-Nutzer haben generell schon mal auf dem Smartphone nach Produkten recherchiert oder damit eingekauft. Der Anteil der mobilen Käufer wächst stetig“, sagt Marco Hauprich (Deutsche Post), stellvertretender Vorsitzender der Fokusgruppe Mobile im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. „Die Online-Käufer verlagern immer mehr Einkäufe vom stationären PC auf mobile Geräte wie Tablets und Smartphones. Mobile Shops, die auf kleinere Displays und Steuerung mit Hilfe des Fingers optimiert sind, werden daher immer wichtiger“, so Marco Hauprich weiter. Interessanterweise unterscheiden sich die Käufe der mobilen Nutzer nach Aufenthaltsort. Von Zuhause werden vor allem kostenpflichtige Apps und Kleidung beziehungsweise Schuhe erworben. Unterwegs kaufen Smartphone-Besitzer Fahr- oder Flugtickets sowie Bücher am häufigsten.

Ercan Kilic, Projektleiter MobileCom bei GS1 Germany, weiß, wie wichtig die richtige M-Commerce-Lösung für den stationären Handel ist: „Es gibt deutliche Indikationen, dass der mobile Nutzer spontaner kauft, vor allem außerhalb von typischen Shopping-Situationen. Deshalb reicht prinzipiell eine mobile Internetseite aus. Bei einer App sind aber Design, Funktionalität und Aufbau so abgestimmt, dass eine intuitive Benutzerführung auch auf einem kleinen Display möglich ist. Aus Kostengründen empfiehlt sich eine eigene App anfangs für die wichtigsten mobilen Betriebssysteme. So erreicht man schon den größten Anteil der Smartphone-Nutzer.“

Immer mehr Unternehmen erkennen die Chancen des Mobile-Trends. „Wir beobachten im Einzelhandel, dass sowohl etablierte Betriebe als auch Start-Ups in den vergangenen Monaten eine Vielzahl an Mobile-Anwendungen zur Marktreife gebracht haben. Mobile Payment-Lösungen zum bargeldlosen Einkaufen oder Bluetooth Low Energy-Beacons zur ortsbasierten Werbung sind nur zwei Innovationen der jüngsten Zeit“, so Ruth Lorenz. „Die Akzeptanz bei den Verbrauchern wird zeigen, welche Lösungen sich am Markt durchsetzen. Bei der kommenden M-Days im Mai werden wir sicherlich viele neue, auf mobile Endgeräte zugeschnittene Geschäftsmodelle erleben“, ist sich Ruth Lorenz sicher.

Am 13. und 14. Mai 2014 treffen sich die führenden Akteure der Branche zur neunten M-Days. In den fünf Kernbereichen Strategy, Commerce, Enterprise, Marketing und Media werden die zukunftsweisenden Trends der Mobile-Branche diskutiert.

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