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Video Ads auf mobilen Endgeräten

Rund zwei Drittel der deutschen Handybesitzer verwenden ein Smartphone. Und sie nutzen es immer intensiver – das macht sich auch beim Anschauen mobiler TV-Angebote bemerkbar: Im 1. Quartal 2013 lag die Nutzungsrate laut dem Medienunternehmen Nielsen bei 19 Prozent.

Andererseits hat laut der Video-Plattform Ebuzzing gut die Hälfte aller Europäer während des mobilen Surfens noch nie ein Werbevideo gesehen. Das ändert sich gerade: Zu erfolgreichen Werbekampagnen gehört künftig das übergreifende Bespielen aller Kanäle obligatorisch dazu.

Das Stichwort „Multiscreen“ ist in aller Munde, denn Tablets, Smartphones und intelligentes Fernsehen haben sich längst an die Spitze der meistgenutzten Tore zur Online-Welt gestellt. Die Werbeindustrie nimmt die neue Multiscreen-Welt zunehmend ernst – und Mobile Advertiser lernen, mit speziellen Werbeformaten eine Antwort auf das veränderte Nutzer-Verhalten zu geben. Personalisierte mobile Werbung, beispielsweise ortsbezogene Ads oder auf die Interessen potenzieller Kunden ausgerichtete Produktempfehlungen in Form von Videos, werden von Usern positiv wahrgenommen.

Die verbesserte Nutzung von Video Ads auf mobilen Endgeräten ist eines der ganz großen Branchen-Themen in 2014, mit dem sich die Experten von Ebuzzing fortlaufend beschäftigen. Ganz vorne an steht dabei noch der Bedarf an geeigneten Mess- und Reporting-Instrumenten, die plattformübergreifende Analysen ermöglichen. Das gilt insbesondere deshalb, weil die User laufend zwischen PCs und mobilen Endgeräten hin und her wechseln, diese teilweise sogar gleichzeitig nutzen.

Hinzu kommen technische und grafische Besonderheiten, die wegen der unterschiedlichen Betriebssysteme und Displaygrößen beachtet werden müssen. Was auf dem Tablet gut ausschaut und ankommt, hat noch lange keine Erfolgsgarantie auf dem Smartphone. Responsive Design, also die automatisch Anpassung des grafischen Aufbaus an das jeweilige Display, macht es allein nicht. Auch die Inhalte müssen auf die jeweiligen Endgeräte und Situationen abgestimmt sein, in der die User gerade stecken.

Generell mögen Smartphone- und Tablet-User aber hier wie dort keine aufdringliche Werbung. Die erfolgreichsten Video Ads sind deshalb kürzer als auf Desktops – und User-initiiert, dass heißt, erst nach aktivem Klick/Antippen startend. Selbststartende Werbe-Clips, die vielleicht auch noch plötzlich mit lautem Sound auf sich aufmerksam machen, fallen zwar auf, sichern sich aber meist nur negative Emotionen. Ein Grund dafür, dass Facebook das Autoplay von Video-Ads vorläufig gestoppt hat.

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