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E-Commerce: Die virtuelle Shopping-Mall

Keine andere Branche kann mit den Umsatz-Wachstumsraten im (deutschen) E-Commerce mithalten: Allein in 2013 wuchs das Online-Umsatzvolumen im Vergleich zum Vorjahr laut BVH (Bundesverband Versandhandel) in Deutschland um 41,7 Prozent – auf 39,1 Milliarden Euro. 81 Prozent des deutschen Versandhandels lebt also bereits vom Online-Geschäft, klassische Bestellwege per Post, Fax oder E-Mail verlieren weiter an Bedeutung. Größter Wachstumstreiber ist dabei das mobile Internet: Jeder zehnte Umsatz-Euro wird bereits via Smartphones und Tablets generiert, insgesamt 4,9 Milliarden Euro in 2013. „Immer mehr Kunden sind „’always on‘ und kaufen zu jeder Zeit und überall über ihre Mobile Devices ein“, kommentiert BHV-Präsident Thomas Lipke die Branchen-Ergebnisse.

„80 Prozent der Shopbetreiber werden die nächsten drei bis fünf Jahre nicht überleben.“

Auf dem riesigen Markplatz tummelt sich eine schier unendliche Vielfalt an Anbietern: Rund 1,3 Millionen deutsche Unternehmen betrieben Mitte 2013 laut Hochrechnungen von iBusiness einen eigenen Onlineshop. Kaum verwunderlich, denn der Markteintritt in den E-Commerce ist dank Miet-Shop-Software leicht. So zählen die weitaus meisten Shops zum sogenannten „Longtail“: Semiprofessionell oder hobbymäßig betriebene Onlineshops, die dank unscheinbarer Umsätze in der BVH-Statistik gar nicht erst auftauchen. Der Anteil dieser kleinen Shops am Gesamtumsatz wächst allerdings kontinuierlich – zulasten der mittleren Shops mit Umsätzen zwischen 100.000 und 5 Millionen Euro, die im Wettbewerb mit den ganz Großen sowieso schon viele Federn lassen müssen. So zitiert iBusiness eine warnende Prognose von Kai Hudetz, dem Geschäftsführer des IFH Institut für Handelsforschung: „80 Prozent der Shopbetreiber werden die nächsten drei bis fünf Jahre nicht überleben.“ Das baldige Aus für Millionen Onlineshops beruht auf dem gleichen Problem, das auch viele stationäre Händler beschäftigt: Die Kunden sind weder für mittelgroße Sortimente noch für mittelgute Preise zu begeistern. Sie wollen die größte Auswahl und den niedrigsten Preis, und finden beides am leichtesten bei den großen Playern wie Zalando, Amazon und Co. Oder eben bei kleinen, sehr spezialisierten Händlern.

Wirklich zukunftsträchtigen Erfolg im E-Commerce haben nach Analyse von iBusiness nur die ganz Großen, die Marktplätze, Preisagenten einerseits – und eben die kleinen, spezialisierten Fachshops, die besondere Nischensegmente abdecken, andererseits.

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