E-Mail Mobile Social Media Marketing Digital Digitalisierung

Vom Gießkannenprinzip zur Marketing-Orchestrierung

Sebastian Fleischmann ist Sales Director DACH bei Responsys. In seinem Gastbeitrag zeigt er auf, wie Marketingverantwortliche verschiedenste Kundenkontaktpunkte vernetzen können, um Ihren Kunden maßgeschneiderte Botschaften zu liefern.

Der Kunde ist König – und er regiert auch über seine Informationsquellen. Er wünscht sich individuelle und für ihn nützliche Informationen und will darüber entscheiden können, was er wann und wo liest. Marketern bietet dieser selbstbestimmte Informationsdrang eine große Chance: Durch die riesige verfügbare Menge an Kundendaten kann er mit maßgeschneiderten Botschaften zielgerichtet und individuell angesprochen werden – aber nur, wenn Marketer mit diesen Informationen richtig umgehen können.

Dabei steht heute nicht mehr die Tatsache im Vordergrund, dass diese Informationen vorhanden sind, sondern vielmehr die Vernetzung der unterschiedlichen Kundenkontaktpunkte. Unternehmen müssen sämtliche Nachrichten, die sie über interaktive Kanäle wie E-Mail, Mobile, Social, Display und Web versenden, an das veränderte Verhalten ihrer Kunden anpassen. Dazu benötigen sie die richtige kanalübergreifende Strategie und passende Tools.

Kanäle richtig vernetzen – aber wie?
Zwei Begriffe, die immer wieder im selben Kontext oder gar als Synonym verwendet werden sind Cross-Channel und Multi-Channel. Multi-Channel-Marketing bedient verschiedene Kanäle unabhängig voneinander, Cross-Channel-Marketing dagegen stimmt Botschaften über alle Kanäle hinweg aufeinander ab. Beim Multi-Channel-Marketing läuft der Einkaufsprozess zum Beispiel in einem einzigen Kanal ab, ohne dabei eine Verbindung zu einem anderen aufzubauen, um dort den Vorgang fortzuführen. Beim Cross-Channel-Marketing kann dem Kunden durch das Abstimmen der verschiedenen Kanäle ein konsistentes Erlebnis ermöglicht werden.

Jeder Kanal besitzt zwar seine spezifischen Eigenschaften und muss dementsprechend bespielt werden, aber trotzdem können Synergien entstehen: Entlang des Kundenlebenszyklus entwickelt sich aufgrund des Zusammenspiels und der Automatisierung der Kanäle ein Dialog. Anhand dessen können individuelle Kundencharakteristika erkannt werden, sodass der Kunde mit maßgeschneiderten Botschaften auf seinem bevorzugten Kanal abgeholt werden kann.

Kundeninformationen: Von der Akquise zur Verwendung
Kunden bewegen sich heutzutage auf den verschiedensten Plattformen – und lassen dabei Unmengen an persönlichen Daten zurück. Mit Entwicklungen wie Fitness Trackern und Connected Cars liegt unerschlossenes Potential direkt vor der Tür – und weiteres wird folgen. Je mehr Daten über einen Kunden vorliegen, desto besser lassen sich personalisierte und für ihn interessante Inhalte herstellen. Für Marketer bedeutet das, dass sie ihre Aktivitäten auf den verschiedenen Kanälen aufeinander abstimmen müssen. Dabei können automatisierte Funktionen helfen, die Botschaften möglichst zeiteffizient und gleichzeitig individuell zugeschnitten zu senden.

Langfristige Kundenbindung durch Marketing-Orchestrierung
Mit einer koordinierten, automatisierten und personalisierten Marketing-Orchestrierung können Marketer heute einen langfristigen Kundendialog etablieren. Begießt man seinen Kunden also nicht mit ungefilterten und unpersönlichen Nachrichten, sondern spricht ihn gezielt und bedarfsorientiert an, steigert das die Conversion Rate. Auch die Erfahrung zeigt: Zielgerichtete Kampagnen und automatisierte Marketing-Programme im Kundenlebenszyklus sind bis zu fünf Mal erfolgreicher als Massenmails.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.