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Mobile Assistenten: Business-Apps

Tablets sind dank ihrer einfachen Handhabung und Leistung ideale Begleiter im beruflichen Alltag. Ein Grund dafür, dass inzwischen 20 Prozent der Mitarbeiter Geräte von ihren Unternehmen gestellt bekommen, und rund 40 Prozent ihre privaten Geräte für den Job benutzen. Das berichtet Ruth Lorenz, Bereichsleiterin Neue Veranstaltungen der Messe Frankfurt, die für die Ausrichtung der internationalen Fachmesse für Mobile-Business „M-Days“ im Mai verantwortlich zeichnete.

Gerade auch für Vertrieb und Außendienst bieten sich die vielfältigen Multimedia- und Office-Funktionen an. Der Kundenberater kann auf dem Tablet die neuesten Produkte mit Kurzfilmen und interaktiven Grafiken präsentieren, gewünschte Maße und Eigenschaften eines Produkts eingeben, in Zubehörkatalogen blättern und virtuelle 3D-Modelle konfigurieren. Nach Eingabe aller Daten unterschreibt der Kunde den virtuellen Kaufvertrag gleich auf dem Touchscreen, die Bestellung geht per Mail automatisch ins Office.

Das klingt simpel, doch tun sich Unternehmen meist noch recht schwer, solche Anwendungsszenarien in die Realität umzusetzen. Die Probleme beginnen bei langsamen oder unzuverlässigen Internetverbindungen, gehen über das Misstrauen gegenüber Applikationen von Drittanbietern und enden im wahrsten Sinne des Wortes mit den mehr oder weniger begrenzten Akkuleistungen.

In erster Linie bedarf es einfach zu installierender Schnittstellen zum Unternehmensnetzwerk. Hier sind die IT-Abteilungen gefordert, entsprechende Mobile-Device- beziehungsweise Application-Management-Lösungen bereitzustellen. Sind diese Voraussetzungen geschaffen, beginnt die Suche nach praktisch bedienbaren, schnellen Apps, die für die jeweilige Aufgabenstellung geeignet sind. Kostenlose Tools wie Evernote, iWork, Cloud-Dienste und Google-Apps sind zwar recht flexibel und funktional, aber meist nur mit gewisser Improvisation für spezifische Anwendungen zu gebrauchen. Auch aus Sicherheitsgründen kann es daher ratsam sein, eigene Apps zu entwickeln.

Dabei haben Unternehmen die Wahl zwischen nativen, browserbasierten oder virtualisierten Apps, sowie Hybridlösungen, die verschiedene Varianten kombinieren. Der Vorteil von nativen Apps liegt darin, dass diese sämtliche Funktionen des jeweiligen Geräts nutzen können und sich in Gestik sowie Haptik optimal der üblichen Bedienung anpassen lassen. Zudem funktioniert meist das Mobile-Device-Management reibungsloser als mit anderen Lösungen. Es muss jedoch für jeden Gerätetyp und Betriebssystem eine eigene App programmiert werden – unter Umständen ein immenser Kostenfaktor. Browserbasierte Apps überzeugen hingegen durch systemübergreifende Flexibilität: Über alle unterschiedlichen Geräte hinweg, vom Smartphones und Tablets unterschiedlicher Hersteller bis hin zu Desktop-Rechnern bildet der Browser sozusagen den gemeinsamen Nenner. Damit lassen sich auch bereits bestehende webbasierte Desktop-Anwendungen einfach in browserbasierte Apps umwandeln. Die Anwendungen können zwar dann weniger Funktionen der einzelnen Geräte nutzen, reichen für eher allgemeine Prozesse wie Bestellungen, Reiseplanung oder Zeiterfassung aber meist vollkommen aus.

Ähnliches gilt für virtualisierte Apps, die praktisch wie Container auf den unterschiedlichen Geräten installiert sind, „innen drin“ aber die gleiche Software vorhalten. Sie sind gerade bei einer großen Bandbreite unterschiedlicher Geräte und Betriebssystemen eine kostengünstige Lösung, erfordern aber eine ständige Online-Verbindung und sind im Bedienkomfort häufig durch langsame Datenübertragung oder kleine Eingabefelder eingeschränkt.

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