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Das Office aus der Wolke

Viele Jahre lang gehörte das Office-Paket mit Word, Excel und Powerpoint zur Grundausstattung auf jedem Business-Rechner. Nach dem Aufkommen alternativer Open-Source-Lösungen machen nun auch Apps aus der Cloud dem Software-Giganten das Monopol streitig.

Lange galt Microsoft Office als de-facto-Standard in den meisten Unternehmen und Organisationen. Bis kostengünstigere Lösungen aus dem Open-Source-Bereich weite Verbreitung fanden und parallel dazu mit Google Apps eine neue Konkurrenz entstand: Ein Paket web-basierender Services, die ohne aufwändige Programminstallation einfach aus dem Browser heraus gestartet werden – unabhängig vom Standort und vom benutzten Endgerät.

Mit Google Drive muss lediglich ein Client zur Verwaltung und Synchronisierung der Online-Ressourcen auf den unterschiedlichen Geräten heruntergeladen werden. Google Drive umfasst den klassischen Kern der Office-Software und sorgt dafür, dass der Benutzer von überall aus Zugriff auf seine Daten hat – per Mac, PC oder Mobilgerät. Hier sind mit „Docs“, „Tabellen“ und „Präsentationen“ die wichtigsten Tools zur Produktion von Dokumenten und Inhalten aller Art vereint. Besonders einfach macht Google die Zusammenarbeit für Teams, die nicht am gleichen Standort arbeiten: Freigabe von Dateien zum Lesen, Kommentieren oder Bearbeiten durch andere Benutzer einfach per Mail, Kommunikation und Kooperation mit Google-Kalender, Gmail und Hangouts.

Inzwischen stellt auch Microsoft sein aktuelles Office-Paket als Service aus der Cloud bereit, das dank Touchpad-Bedienbarkeit auch für mobile Endgeräte optimiert ist. Hinzu kommt ein ganzes Bündel von Services auf Basis von Microsofts Produkten für Kommunikation und Zusammenarbeit, wie Exchange, Sharepoint und Lync. So arbeiten auch Freiberufler und Mitarbeiter kleiner Unternehmen mit webbasiertem Outlook Funktionen zur E-Mail-Verwaltung, die normalerweise eher großen Unternehmen vorbehalten sind. Und während sich die Google Anwendungen durch größtmögliche Einfachheit der Bedienung auszeichnen, liefert Microsoft wie gewohnt eine Fülle funktionaler Details, wenn es etwa um Formatierung und Layouts in Texten, Tabellen und anspruchsvollen Präsentationen geht.

Mit Office 365 und Google Apps for Business stehen zwei vollwertige Bürosoftware-Suiten aus der Cloud zur Wahl. Noch jedoch tun sich die Anwender in Deutschland schwer, Software zu mieten anstatt zu kaufen. Eine Befragung von 1.000 Personen durch das Marktforschungsinstitut Innofact AG im Auftrag von Corel zeigte, dass fast zwei Drittel (62 Prozent) der privaten Nutzer Software am liebsten physisch besitzen möchten. Software aus der Cloud mieten oder abonnieren, ist nur für 1 Prozent eine interessante Option. Abschreckend seien vor allem die fortlaufenden Gebühren und der Nachteil, die Software nach Ablauf des Abonnements oder Mietverhältnisses nicht weiter nutzen zu können.

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