Ziel Retargeting Digital Business

Die 9 häufigsten Fehler beim Retargeting

Erfolgreiches Online-Marketing unterliegt zahlreichen Grundregeln, von denen die Oberste lautet: Die Nutzer niemals nerven! Besonders beim Einsatz von Retargeting ist Vorsicht und Raffinesse gefragt. Vermeiden Sie unbedingt folgende Fehler:

1. Zu hohe Frequenz
Wenn Werbebanner zu häufig angezeigt werden, wirkt Retargeting aufdringlich. Regulieren Sie die Anzeigen-Frequenz mit „Frequency-Capping“ auf ein sinnvolles Maß von maximal 2 Einblendungen pro Tag.

2. Falscher Zeitpunkt
Werden Nutzer in den einzelnen Phasen des Kaufprozesses falsch angesprochen, schießt die Werbung am Ziel vorbei. So ist z.B. die Werbung für ein bestimmtes Produkt erst dann sinnvoll, wenn generelles Kaufinteresse unterstellt werden kann. Genauso wichtig kann der Zeitraum zwischen Interaktion und beginnendem Retargeting sein: Hat z.B. ein Kunde einen Drucker gekauft, macht es erst nach einigen Wochen Sinn, ihm Werbung für Ersatzpatronen anzuzeigen.

3. Fehlende Abgrenzung
Schließen Sie aus, dass die Werbung solchen Usern angezeigt wird, die bereits zu Käufern geworden sind.

4. Undifferenziertes Tracking
Nicht jede Seite, auf die ein User stößt, sollte gleich ein Retargeting auslösen. Die meisten Klicks entstehen durch Suchmaschinen-Nutzer, die eigentlich was ganz anderes gesucht haben. Entscheiden Sie differenziert, an welchen User-Aktionen das Retargeting ansetzen soll. Sinnvoll wird es z.B. erst, wenn Besucher durch mehrere Seiten gesurft sind, eine bestimmte Produkt-Seite aufgerufen haben oder bis zum Warenkorb gelangt sind.

5. Falsche Priorisierung
Überlegen Sie gut, wer besonders ins Visier genommen werden soll – und priorisieren Sie dementsprechend Ihre Kampagne. Sind es Besucher, die schon auf der Startseite abgebrochen haben, oder User, die sich länger mit Ihrem Portfolio beschäftigt haben? Oder solche, die einen Kaufprozess erst im Warenkorb abgebrochen haben?

6. Überschätzung der Performance-Werte
Retargeting ist keine Direct Response Maßnahme, sondern eine Optimierung der Konversion. Sie zahlen erneut für einen Besucher, der bereits über einen der anderen (bezahlten) Kanäle gewonnen wurde und die Website wie auch das Angebot bereits kennt.

7. Langeweile
Emotionen spielen auch beim Retargeting eine große Rolle. Benutzen Sie grafische Werbebanner, die höhere Aufmerksamkeit und Emotion erzeugen als reine Textanzeigen. Setzen Sie auf spezielle Banner, die Abwechslung zu den regulären Banner Ihrer Kampagnen schaffen.

8. Fehlendes Monitoring
Ein gutes Monitoring der quantitativen und qualitativen Wirkung ist wichtig, um die positiven Effekte von Retargeting-Kampagnen optimal auszuschöpfen und mit Fingerspitzengefühl jede Art von Reaktanz im Vorfeld zu vermeiden.

9. Geringe Datenschutz-Sensibilität
Nicht alles, was möglich ist, kommt gut an. Es kommt vielen User unheimlich vor, wenn auf irgendwelchen Seiten Werbung für ein Produkt angezeigt wird, das sie sich Tage zuvor angeschaut haben. Übertreiben Sie es nicht mit der Personalisierung – und weisen Sie auf Ihrer Website darauf hin, dass Sie die Interaktionen zu Werbezwecken tracken.

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