Business Cloud Computing SicherheitLaptop Digitalisierung Digital

Wie fit sind die Unternehmen für die Zukunft?

Mit der Digitalisierung ist einer der gewaltigsten Veränderungsprozesse seit Jahrzehnten in Gang getreten: extrem schnell und mitreißend. So wie die CD einst die Schallplatte ablöste, verändern neue Technologien wie Social Media, Mobile, Big Data und Cloud sowohl das Verhalten als auch die Erwartungen der Kunden – und zwingen Unternehmen zur Modernisierung bestehender Geschäftsmodelle und Prozesse. Nur diejenigen Unternehmen, die sich an die veränderten technologischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen anpassen und mit ihren Mitbewerbern gleichziehen, haben langfristig Überlebenschancen. Letztlich hängt mit den Unternehmen auch die Wettbewerbsfähigkeit ganzer Volkswirtschaften vom digitalen Reifegrad ab.

Mit dem „Digital Readiness Index“ hat die WirtschaftsWoche zusammen mit Karl-Heinz Land vom Beratungshaus Neuland das Thema kürzlich in den Fokus gerückt. Dafür wurde erstmals von 233 Unternehmen in Deutschland deren Fitness für das digitale Zeitalter gemessen. Ergebnis: Digital fitte Unternehmen haben einen höheren Umsatz, einen besseren Ertrag und erzielen einen höheren Unternehmenswert. Aber während die Automobil-Industrie mit vielen durchdigitalisierten Prozessen bereits überdurchschnittlich nah an ihre Kunden gerückt ist, haben andere Branchen wie Pharma oder der öffentliche Sektor noch großen Aufholbedarf.

Dabei gibt es genügend Beispiele dafür, wie Start-Ups und Großkonzerne mit innovativen, digitalisierten und selbstlernenden Produkten ganze Geschäftsmodelle transformiert haben: Zum Beispiel Online-Versandhandel versus Katalogversand und Einzelhandel; Print-on-demand versus traditionelle Druckereien; Flugbuchungs-Portale versus stationäre Reisebüros. Zu 90% findet das dadurch forcierte Wirtschaftswachstum allerdings außerhalb Europas statt: Der Kontinent hinkt hinter der Revolution hinterher, weshalb Kanzlerin Angela Merkel „Industrie 4.0“ unlängst zur Chefsache erklärt hat.

„Ein Hauptgrund dafür ist, dass sich die klassischen Unternehmen schwer damit tun, die Distanz zwischen Kundschaft und Unternehmen abzubauen und eine engere Verbindung zu fördern. Der informierte und vernetzte Kunde will echten Dialog, zeitnah und individuell. Das weder als Pflicht noch Last zu verstehen, eröffnet elementare Wachstumschancen und neue Geschäftsmodelle“, erklärt auch Kai Hattendorf, der als Leiter des Bereiches „Digital Business“ der Messe Frankfurt mit der Thematik vertraut ist und entsprechende Maßnahmen auch im eigenen Unternehmen mit voran treibt. „Weil die Kunden schnelle und qualitativ hochwertige digitale Lösungen und Services fordern, müssen auch Messeveranstalter die digitale Infrastruktur und Technologien ihrer Gelände, Hallen oder Kongress-Center weiter aufrüsten. Digitale Produkte und Services im Veranstaltungsumfeld sind schon heute ein Muss.“

Unternehmen müssen eine klare digitale Vision entwickeln. Was soll erreicht werden? Wie kann man zeitnah Projekte aufsetzen und umsetzen? Lang bringt dabei die Devise von Facebook-Pionier Mark Zuckerberg ins Spiel: „Better done than perfect“. Wichtig sei, es zu tun, zu lernen und am Ende nachhaltige Ergebnisse zu erzeugen. „Zeit und Geschwindigkeit spielen hier eine ganz, ganz große Rolle.“

Immer up-to-date zu diesen und weiteren Themen von Dexperty, die Marke der Messe Frankfurt für digitale Services, mit dem Dexperty Newsletter, den Sie hier abonnieren können.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.