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Wie man Amazon die Stirn bietet

Vom Kinderbuch über Computer bis hin zu einem Ticket für einen Weltraumflug – es gibt mittlerweile kaum noch etwas, das sich nicht auf dem Online-Marktplatz Amazon findet. Was bequem für den Verbraucher, ist das Leid vieler Online-Händler, die mit dem US-Riesen mittlerweile eine Art Hassliebe verbindet. Dietmar Hölscher von der Shopware AG zeigt im Gastbeitrag Wege aus der Abhängigkeit.

Unter den Online-Marktplätzen ist Amazon die unangefochtene Nummer eins. Daran konnten auch die Negativschlagzeilen über die Behandlung der Mitarbeiter oder Diskussionen über die gesetzliche Buchpreisbindung nicht viel ändern. Was für die großen Online-Versender ein zusätzlicher Absatzkanal, ist für kleine und mittelständische Online-Shops ein Dilemma: zum einen können Sie es sich im Grunde nicht leisten, ihre Waren nicht auch dort zum Verkauf anzubieten. Zum anderen müssen sie, die sich vielfach auf ein ganz bestimmtes Produktsegment spezialisiert haben, dann auch die dort geltenden Regeln akzeptieren. Das kann auch mal dazu führen, dass Artikel die sich besonders gut verkaufen plötzlich im eigenen Sortiment von Amazon auftauchen – zu vergünstigten Konditionen versteht sich.

Es fehlt an Alternativen. Speziell für kleinere Online-Shops, die ohnehin schon mit geringen Margen arbeiten und für die keiner der Online-Marktplätze eine echte Heimat bieten. Ein Netzwerk, in dem sich speziell kleine und mittelständische Online-Händler untereinander vernetzen, miteinander handeln und gemeinsam wachsen können. In dem sie Handelsbeziehungen untereinander eingehen, die in einer größeren Reichweite jedes Einzelnen resultieren und unterm Strich mehr Umsatz bringen. Sie müssen also ihre eigene Marktmacht stärken und das geht nur „connected“, um mal in der Sprachwelt dieses Blogs zu bleiben.

Ein Beispiel: Der Anbieter für Grillgeräte und Zubehör möchte sein Sortiment um Fachliteratur erweitern, ohne dafür aber die Bücher einkaufen und an Lager zu legen zu müssen. Durch die Vernetzung innerhalb der verschiedenen Online-Händler entsteht ein riesiges Produktsortiment, aus dem sich quasi jeder bedienen kann. Er wählt die für seine Kunden interessantesten Bücher und fügt diese per Klick seinem eigenen Sortiment hinzu. Wird ein Buch über seinen Shop verkauft, erfolgt der Versand durch den Buch-Shop und der Anbieter für Grillgeräte erhält dafür eine zuvor vereinbarte Provision.

Für all das steht das Händler-Netzwerk bepado mit seinen derzeit über 30.000 registrierten Händlern. Was genau sich hinter der Idee verbirgt, zeigt ein Beitrag von n-tv sowie ein Artikel aus dem Magazin Focus.

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