BYOD?

Digitalisierung im Business-Alltag – ein Trend, der in großem Ausmaß gerade die Vorteile mobiler Geräte einschließt. Mobile-Strategien versprechen Unternehmen handfeste Vorteile: von gesteigerter Produktivität der Mitarbeiter über neue Verkaufskanäle bis hin zu Kostensenkungen. Mobile Geräte unterstützen den Außendienst bei Präsentation und Verkauf und sorgen dafür, dass Mitarbeiter auf Geschäftsreisen erreichbar sind und auf Daten im Netzwerk zugreifen können. Doch neben den klassischen Firmengeräten ist nun immer mehr von BYOD („Bring Your Own Device“) zu hören, wobei Unternehmen auch Smartphones und Tablets der Mitarbeiter zulassen.

Laut einer Cisco-Studie gestatten 89 Prozent der weltweiten Unternehmen ihren Mitarbeitern die Nutzung privater Geräte zu Arbeitszwecken. Dies birgt aber auch Risiken. Sicherheitsbedenken, angefangen beim Datenschutz bis zur Kontrolle der Netzwerkzugriffe, stellen für 76,4 Prozent der Unternehmen eine Hürde dar. Zudem müssen Änderungen jederzeit umsetzbar sein, wenn sich Geräte, Software oder Prozesse weiterentwickeln – eine große Herausforderung angesichts der Komplexität einer über viele Jahre gewachsenen IT-Infrastruktur. Neue Unternehmensanwendungen lassen sich oft nur mit großem Aufwand integrieren und in die IT-Prozesse einbinden – von späteren, kontinuierlichen Änderungen ganz zu schweigen.

So verwundert es kaum, dass angesichts der technologischen und organisatorischen Herausforderungen erst 56 Prozent der großen und mittelständischen Unternehmen eine umfassende Strategie für ihr mobiles Geschäft entwickelt haben. Laut der Trendstudie „Mobile Enterprise Review“ von Lünendonk setzen 80 Prozent dieser Firmen Mobile Device Management (MDM) ein, um eigene und mitgebrachte Geräte der Mitarbeiter zentral zu verwalten.

Für BYOD fehlen häufig auch die rechtlichen Grundlagen. Unternehmen tun gut daran, klare Regeln für den Umgang mit privaten und geschäftlichen Daten zu entwickeln. Gleichzeitig darf bei aller Reglementierung die leichte Integration und benutzerfreundliche Handhabung von wichtigen Anwendungen und Online-Diensten nicht verloren gehen, sonst scheitert die Mobile-Strategie letztlich am Anwender.

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