iBeacons

Sie betreten einen Messestand und werden auf dem Smartphone persönlich begrüßt. Sie schauen sich den Stand genauer an und bekommen produktspezifische Informationen wie Daten, Videos und Ansprechpartner auf Ihr Handy eingespielt. Nur ein Szenario von unendlichen vielen vorstellbaren Möglichkeiten, die mit iBeacons realisierbar sind.

Eine App auf Ihrem Smartphone hat iBeacons bemerkt, kleine Sender auf der Basis von Bluetooth LE, die irgendwo am Eingang eines Ladens oder an einem Messestand angebracht sind. Diese senden einfach ein Signal, das vom Smartphone interpretiert wird: an welchem Standort und für welches Objekt oder Produkt das iBeacon steht, wer dahinter steckt und wie weit sich das iBeacon vom Smartphone entfernt befindet. Im Nahbereich auf bis zu ca. 5 cm genau. Wenn die App von mindestens drei iBeacons gleichzeitig Signale erhält, kann sie durch Triangulation die Position des Smartphones im Raum berechnen.

Bisher wird die Technologie vor allem im Marketing eingesetzt, z.B. im Proximity-Marketing: Dem Kunden werden je nach seinem Standort und Profil Produkt-Information, Treuepunkte, Gutscheine und Kauftipps (Crossselling, Upselling) vermittelt. Oder er wird auf Produkte aufmerksam gemacht, die er sucht und auf einer Online-Einkaufsliste eingetragen hat (Live Watchlist Alerts). Laut einer aktuellen Studie des Innovation Labs der Mediaagentur Initiative glauben über drei Viertel der befragten Marketingentscheider an die Relevanz von iBeacons für die Markenkommunikation. Dementsprechend wurden in den vergangenen Monaten Hunderte von Start-ups gegründet, die jene angekündigte Marketing-Revolution anzutreiben versuchen.

Allerdings ist die Skepsis unter den Entscheidern gegenüber iBeacons noch relativ hoch: Zwei Drittel der Befragten sehen hohe bis sehr hohe Risiken für die werbliche Nutzung. Die größte Befürchtung ist, dass die Konsumenten die Push-Werbung, die von den iBeacons ausgeht, ablehnen könnten. Zudem bewerten die Befragten die Einhaltung der Datenschutzrichtlinien und die technischen Hürden als risikoreich.

Bevor Werbungtreibende iBeacons werblich nutzen werden, wird für viele Unternehmen die passive Nutzung zur Messung von Besucher- und Frequenzströmen am POS zum Einsatz kommen, um im ersten Schritt mehr über das Konsumentenverhalten zu lernen, meinen die Studienautoren.

Ein Gedanke zu „iBeacons“

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