Aber sicher! Im Mobile Business gar nicht so einfach

Mobikon – die Mobile Business Fachmesse mit Kongress – sprach mit Sebastian Wolters, Geschäftsführer des Lösungsanbieter für sicheres und automatisiertes Mobile Application Management (MAM) mediaTest digital, über die Bedeutung der Mobile Security.

Viele Jahre standen Apps und neue Funktionen der mobilen Betriebssysteme im Mittelpunkt. Jetzt setzen fast alle großen Trends im Mobile Business auf Hardware. Herr Wolters, sitzen Ihre Tester künftig mit Wearables in Connected Cars, prüfen Industrie 4.0-Lösungen vor Ort oder installieren Smart Home-Technologie?
Wearables sind ja noch recht einfach zu testen, bei Connected Cars, Smart Home-Anwendungen oder Industrie 4.0-Lösungen wird es deutlich spannender. Es ist aber nicht zwingend notwendig die komplette Hardware eines Kunden zum Test vor Ort zu haben, dies lässt sich virtuell ganz gut nachstellen. Deshalb ist ein Test aus unseren Räumen häufig möglich. Softwareseitig liegt unser Augenmerk vor allem darauf, was aus einer Anwendung heraus mit der Außenwelt kommuniziert. Hier fließen Datenströme aus der Hardware natürlich mit ein.

Werden rote Ampeln im Testing eher bei Innovationen oder etablierten Angeboten vergeben?
Bunt gemischt. Wir haben ganz große prominente Enterprise-Lösungen, bei denen wir etwas finden und auch kleine, innovative Lösungen, die einfach mit der heißen Nadel gestrickt wurden. Insgesamt bleibt unsere Statistik der gefundenen Verstöße seit Jahren auf konstantem Niveau: Bei etwa der Hälfte aller geprüften Applikationen werden wir fündig.

Herr Wolters, als Mitglied des Expert Circle der Mobikon haben Sie auch ein Auge auf Themen des Kongresses. Welche Mobile Security-Aspekte müssen Mobile-Verantwortliche und CIOs auf der Agenda haben?

Sie müssen die gewohnte Absicherung der IT mit Firewall, Geräteverwaltung usw. sauber auf den mobilen Bereich übertragen. Das hört sich trivial an, ist aber eine Herkulesaufgabe: Eine komplexe Gerätelandschaft, viele verschiedene Betriebssysteme und Hersteller sowie geänderte Erwartungen der Mitarbeiter gilt es mit Anforderungen im Sicherheitsbereich abzugleichen und auf ein hohes Level zu bringen. Eng verzahnt mit der Optimierung von Geschäftsprozessen, die insbesondere Mobile bietet.

Wenn Sie morgen ein Start-up gründen würden: Welche drei Apps dürfen im Geschäftsalltag nicht fehlen?

Die sichere Passwort-Verwaltung KeePass, um die unzähligen Accounts im Blick zu behalten und von Anfang an die wertvolle Start-up-Idee zu schützen. Dann die To-do-Listen-App Wunderlist (nur die iOS-Version wurde von uns grün getestet), um die hektische Anfangsphase gut organisiert und somit etwas entspannter angehen zu können. Für lange Büroabende und späte Heimwege dann noch die sichere Taschenlampe Flashlight für iOS, die nicht mein Adressbuch kopiert.

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