3 Schritte zur digitalen Transformation

1. Transformation beginnt im Kopf

Die Digitalisierung schafft erweiterte Nutzungsmöglichkeiten für Bestehendes, aber auch Raum für gänzlich Neues. Bestes Beispiel dafür ist der Versandhandel, in dem die Onlinewelt die alten Kataloge fast gänzlich abgelöst hat. Oder flexible Fertigungsmethoden wie 3D-Druck, dank derer Onlinehändler vollständig individualisierte Produkte herstellen und vertreiben können.
Die Schwierigkeit besteht darin, aus den altbewährten Strukturen und Geschäftsmodellen heraus neben dem Risiko auch die Chancen der Digitalisierung zu be- und ergreifen. Nur wo Revolution wirklich gewollt ist und vom Top-Management voran getrieben wird, findet sie auch statt. Das ist zunächst eine reine Kopfsache. Es gilt, sich positiv auf die Veränderungen einzustellen, alteingefahrene Wege zu verlassen und neue, kreative Ideen und Lösungen zu finden. Das funktioniert schlecht mit Abstand und Scheu – denn schon bei der Ideenfindung kann die digitale Unterstützung durch Kollaborationstools und Wissens-Management-Systemen im Unternehmen unabdingbar sein.

2. Transformation umfasst auch die Unternehmens-Kultur

a) Transformation verlangt die Unterstützung des ganzen Unternehmens. Auch vermeidliche Gegenspieler wie die digital-affinen „Nerds“ und die eher konservativen „Normalos“ können sich mit ihren völlig unterschiedlichen Erfahrungswelten als Team-Player erfolgreich ergänzen, wenn sie gemeinsam am gleichen Strang ziehen. Schließlich wachsen die erfolgreichsten Innovationen auf dem Fundament der Erfahrung. Innovationsprozesse müssen deshalb mit Fingerspitzengefühl gemanagt werden, immer in der optimalen Balance zwischen Regeln und Freiheiten, die den individuellen Bedürfnissen des Unternehmens, der Mitarbeiter und den Anforderungen ihres Arbeitsalltags gerecht werden.

b) Alles Neue birgt potentielle Risiken. Risiken geht jedoch nur ein, wer auch den Mut zum Scheitern hat. In einer zukunftsorientierten Unternehmens-Kultur müssen daher einerseits Fehler erlaubt werden, andererseits aber auch die Maßstäbe für Erfolg und Misserfolg neu gesetzt werden. In der Regel lassen sich digitale Transformationsprojekte nicht sofort mit den Zahlen etablierter Geschäftsfelder vergleichen. Nachhaltige Effekte und das gewonnene Know-how sollten hingegen viel stärker gewichtet werden. Innovationsmodelle und iterative Entwicklungsmethoden wie Lean Startup, Scrum, Design Thinking oder Service Design bieten hierfür hilfreiche Strategien.

3. Transformation bedarf der notwendigen Mittel

Die Digitalisierung ist kein kleines Nebenprojekt, das von einigen Mitarbeitern nebenbei vorangetrieben werden kann. Sie bedarf der Unterstützung des ganzen Unternehmens. Jede Veränderung und Innovation kostet Geld, Zeit, Personal und Betriebsmittel.
Und sie basiert auf der kompletten Verlagerung und Verzahnung mit der Struktur des Internets: Denn Grundlage des digitalen Wandels sind die jederzeit globale Verfügbarkeit von Daten durch das Internet und der Zugriff auf diese Daten über Browser. Diesem System aus Infrastruktur und dazugehörigen Plattformen müssen sich nicht nur interne Software, sondern auch Produkte, Unternehmensprozesse und Geschäftsmodelle peu á peu unterordnen.

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