Neue Aufgaben fürs Marketing

Neue Aufgaben fürs Marketing

Social Media, Blogs und Mobile Marketing spielen dank der digitalen Transformation eine immer größere Rolle im modernen Marketing. Was genau die Marketingexperten derzeit umtreibt und wo der Trend hingeht, beleuchtet die neue Dexperty-Studie „Digital Business Transformation“.

Das Digitale bekommt Jahr für Jahr einen größeren Anteil vom Budget-Kuchen ab: Bei immerhin 64 Prozent der Befragten werden schon heute bis zu 20 Prozent der Marketing-Budgets für digitale Maßnahmen eingesetzt, bei gut 25 Prozent der Unternehmen sind es sogar mehr als 20 Prozent. Mit wachsender Unternehmensgröße nimmt der Digitalanteil am Budget zu. In der bei digitalem Marketing beispielgebenden ITK-Branche flossen laut einer Studie des Bitkom schon im letzten Jahr rund 30 Prozent der Budgets in digitale Maßnahmen, die damit hinter den Messe/ Event-Etats an zweiter Stelle der Budgetposten lagen.

Insgesamt schreitet durch die wachsenden Budgetanteile auch im Marketing die digitale Transformation stetig voran. Die konkreten Aktivitäten fallen dabei sehr unterschiedlich aus – viele Marketingabteilungen stehen noch am Anfang. Keine der abgefragten Auswirkungen der Digitalisierung auf das Unternehmens-Marketing kommt bei mehr als 40 Prozent der Unternehmen zum Tragen, wobei der Mittelstand auch hier deutlich hinterherläuft.

Nur rund ein Drittel hat eine Strategie oder arbeitet gemeinsam mit Partnern oder Kunden an neuen Lösungen. Externes Know-how von Beratern nutzt etwa ein Viertel der Befragten. Ebenso wenige verfügen über zusätzliche Budgets für Digitales Marketing. Nur knapp ein Fünftel hat Strategieprojekte aufgesetzt und eine Taskforce ist nur bei 20 Prozent der größeren Unternehmen aktiv. In kleineren Unternehmen verspürt sogar ein Viertel überhaupt keine Auswirkungen der Digitalisierung auf das eigene Marketing.

Am wichtigsten für den Marketingerfolg werden Websites, Dialog-Marketing, Messen, Printmedien und Public Relations gesehen – wobei Social Media, Blogs und Mobile Marketing aufholen. Mobile Web, SEO / SEM und Analyse-Tools gehören bei über 40 Prozent ebenso zum Toolset wie Content und Database-Marketing. Ebenso viele haben ihre Kundenschnittstellen durchgängig digitalisiert und nutzen Big Data für Produkt- und Service-Optimierungen

Trotz deutlichem Budgetzuwachs der digitalen Marketinginstrumente zeichnet sich bei den Messeengagements kein Paradigmenwechsel ab. Die Relevanz von Messeauftritten ist ungebrochen hoch. 67 Prozent der Befragten gaben an, dass sich ihr Unternehmen an Messen beteiligt. Mehr als 70 Prozent der Marketing-Entscheider nutzen dafür Dialog-Marketing und Medienarbeit, was die meisten von ihnen auch für die wichtigsten Instrumente halten. Onsite-Werbung auf dem Messegelände, Social Media Aktivitäten und ganzjährige Präsenz auf Online-Plattformen des Veranstalters werden von knapp über 50 Prozent als wichtig für den Messeerfolg betrachtet. Und auch klassische Printwerbung liegt noch auf dem gleichen Niveau.

„Messen behaupten weiter ihre führende Position im Marketing-Mix vieler Unternehmen, insbesondere der Industrie“, sagt Klaus Reinke, Chief of Corporate Strategy & Organisation und
Mitglied der Geschäftsleitung der Messe Frankfurt. „Aber auch das Messemarketing wird zusehends facettenreicher. Der Anteil digitaler Aktivitäten liegt bei einer deutlichen Mehrheit schon jetzt bei über 10 Prozent des Messebudgets.“

Unabhängig von der Untersuchung fällt auf, dass auf und um Messen in den letzten zehn Jahren deutlich mehr digital kommuniziert wird. Mobile Apps, digitale Kataloge und ganz allgemein Multimediainhalte stehen für die Zukunft des Messemarketing. Auch ein Blick auf die Dexperty-Untersuchung „Kommunikation im Messeumfeld“ vom Vorjahr macht klar, dass die digitale Entwicklung deutlich voranschreitet. Immerhin 70 Prozent der Befragten verwenden bis zu 20 Prozent ihres Messebudgets für digitale Aktivitäten, jeder Fünfte sogar noch mehr.

Ein Gedanke zu „Neue Aufgaben fürs Marketing“

  1. Die Relevanz von Messeauftritten ist ungebrochen hoch – klar denn das Bedürfnis nach persönlicher Kommunikation mit den Menschen hinter den Marken ist ungebrochen. Und die digitalen Medien haben im B:B Bereich oftmals die Aufgabe diese persönliche Kommunikation anzubahnen.

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