Digital Business Transformation

Digital Transformation – Planlos zufrieden ins neue Jahr?

Die im September 2015 veröffentlichte Dexperty-Studie zur Digital  Transformation zeichnet ein detailliertes Bild über den Stand der digitalen Transformation in über 600 deutschen Unternehmen – und den Zukunftsaussichten. Mit teils verblüffenden Ergebnissen.

Was verstehen Unternehmen unter Digital Business Transformation? Laut einer Studie, die von Dexperty in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsunternehmen INNOFACT AG im September veröffentlicht wurde bedeutet das für 55% der Befragten die „Digitalisierung aller denkbaren Unternehmensprozesse“, für 39% die „Entwicklung neuer Geschäftsmodelle“ und für 35% die „Digitalisierung an der Kundenschnittstelle“.

600 Marketing- und IT-Verantwortliche wurden für die Studie zum Status quo und den Zukunftsaussichten befragt. Dabei kamen zwiespältige Ergebnisse zu Tage: Einerseits haben 67 Prozent der größeren und 56 Prozent der mittleren Unternehmen in Deutschland Strategien für die digitale Transformation entwickelt und arbeiten größtenteils bereits erfolgreich an kundenzentrierten Veränderungsprozessen. Bei den kleineren Unternehmen liegt der Anteil jedoch aktuell bei nur 43 Prozent. Hier zeichnet sich der größte Nachholbedarf ab, der in 2016 besonders zum Tragen kommen dürfte.

Während „neue Geschäftschancen“, der „technologischen Wandel“ und „veränderte Kundenanforderungen“ als stärkste Treiber für die digitale Transformation genannt wurden, sind auch die größten Hürden kein Geheimnis: veraltete IT-Strukturen, konservative Organisationskulturen sowie Defizite an Ressourcen und Know-how.

Überraschend: zwei Drittel der befragten Marketing- und IT-Entscheider fühlen sich von ihren Management-Chefs gut unterstützt. Und rund 80 Prozent der Befragten sind mit der digitalen Transformation in ihrem Unternehmen mindestens zufrieden – über 40 Prozent sogar sehr zufrieden. Dabei planen 42 Prozent aller Befragten erst für 2016 eine übergeordnete Strategie, und 23 Prozent haben überhaupt noch keine Pläne. Planlos zufrieden?

Immerhin haben die meisten bereits eine Prioritäten-Liste in peto: Auf ihr steht das Thema Datensicherheit (Security) in allen Unternehmensgrößen an oberster Stelle. Gleich darauf folgen bei den größeren Unternehmen Cloud Computing, Mobile und Big Data. Für die kleineren Unternehmen ist Social Computing besonders wichtig – also der Einsatz von Blogs, Wikis oder sozialen Netzwerken. Das Trendthema „Internet of Things“ (IoT) hat es ebenfalls auf die Top5-Liste geschafft.

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