Studie-Haupttreiber-der-Digital-Business-Transformation

Messemarketing bleibt beliebt und wird digitaler!

Die Digitalisierung zwingt Unternehmen nicht nur, ihre Produktionsprozesse, Technologien und IT zu überdenken, sondern es geht vielmehr darum, eine ganzheitliche Strategie zu entwickeln für die Digital Business Transformation. Dies gilt auch für das zunehmend digitalere Marketing und die Marketing-Maßnahmen rund um Messen. Ein Beitrag von Klaus Reinke, Chief of Corporate Strategy & Organisation
Mitglied der Geschäftsleitung der Messe Frankfurt GmbH.


Mit der Studie „Digital Business Transformation“ hat Dexperty, das Team der Digital-Experten der Messe Frankfurt im Sommer 2015 den Stand der Entwicklung ausgeleuchtet. Die Untersuchung dokumentiert eine klare Diskrepanz von einerseits Unternehmen, die sehr strategisch in der Umsetzung ihrer digitalen Projekte vorgehen und stetig ihre Veränderungsprozesse überdenken. Zum anderen gibt es eine größere Zahl an Nachzüglern, die erst am Anfang der Entwicklung steht und von den Best-Practice-Ergebnissen Anregungen für die eigenen Strategien ableiten sollte.

Unter insgesamt 613 Befragten finden sich in der Studie gleichermaßen Marketing- und IT-Entscheider zur Digital Business Transformation wieder.

Wie steht es um das digitale Marketing im Umfeld von Messen?

Vor allem im Marketing gibt es trotz wachsender Budgets für digitale Maßnahmen in vielen Unternehmen mangelhafte bis gar keine Strategien zur Umsetzung der Digital Transformation. Während klassische Instrumente wie Printwerbung an Bedeutung verlieren, gewinnt Digital Marketing stetig an Bedeutung. Besonders interessant aus Sicht von Messeveranstaltern: die Beliebtheit von Messen ist bei deutschen Marketingverantwortlichen ungebrochen hoch. In der Studie von Dexperty gaben 67 Prozent aller Befragten an, Messen nach wie vor als Plattformen zu nutzen.

Bei der Vermarktung ihres Messeauftritts setzen über 70 Prozent der Marketing-Entscheider auf Dialog-Marketing und Medienarbeit und über 60 Prozent halten diese auch für die wichtigsten Instrumente. Onsite-Werbung auf dem Messegelände, Social Media Aktivitäten, Online-Werbung und ganzjährige Präsenz auf Online-Plattformen des Veranstalters werden von knapp über 50 Prozent als wichtig für den Messeerfolg betrachtet. Printwerbung liegt zwar noch auf gleichem Niveau hat aber zugunsten von Online weiter an Boden verloren.

Unabhängig von der Untersuchung fällt grundsätzlich auf, dass das Instrumentarium zur Kommunikation rund um Messen innerhalb der letzten zehn Jahre durch digitale Angebote eine deutliche Bereicherung erfahren hat. Platzierung und Werbung in Online-Match-Making-Portalen, Mobile Apps oder Ausstellersuchen, digitalen Katalogen oder Social Media stehen zusammen mit multimedial aufbereiteten Inhalten für die Zukunft des Messemarketing. Zudem deuten die bei fast allen Tools durchgängig hohen Werte bei Nutzung und Relevanz darauf hin, dass Marketing-Entscheider ihre Marketing-Höhepunkte mit integrierter und facettenreicher Kommunikation umbauen. Veranstalter haben auf hier sichtlich investiert und ein breites Angebot geschaffen um die digitale Vernetzung mit der Messe-Community zu optimieren.

Im Vergleich zur Dexperty-Untersuchung „Kommunikation im Messeumfeld“ (2014) ist zu erkennen, dass die digitale Entwicklung deutlich voranschreitet. Dies belegen auch die mittlerweile recht hohen Anteile digitaler Maßnahmen an den Messebudgets. Immerhin 70 Prozent der Befragten verwenden bis zu 20 Prozent ihres Messebudgets für digitale Aktivitäten, weitere 21 Prozent sogar noch mehr.

Wie Sie mit der Digitalen Transformation richtig umgehen erfahren Sie hier.

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