Native advertising internet concept

Native Advertising im Optimierungsprozess

Werbetreibende versprechen sich viel von Native Advertising und vor allem im Mobilbereich sind die Erwartungen hoch. Aufgrund der engen Bindung des Konsumenten an sein persönliches Mobilfunkgerät und die damit verbundene Nutzungsintensität, werden bei Mobile bessere Werbeergebnisse als auf Desktops vermutet. Die Anforderungen sind bei Mobile jedoch deutlich höher: Nur spezifisch adaptierte Native Advertising-Formate nahtlos eingepasst in journalistische Kontexte führen hier zum Erfolg.

Was ist Native Advertising?

Native Advertising ist Werbung, die nicht direkt als solche wahrgenommen wird oder werden soll. Native Ads können vor allem über das Internet, beispielsweise in Blogs als Sponsored Content, und in journalistischen Online-Angeboten von bekannten Medien, vergleichbar zu Advertorials platziert werden.

Diese Form von Werbeinhalten ist nur schwer von journalistischen Artikeln zu unterscheiden, da sie sich thematisch und optisch in das bestehende Layout einer Website und deren Rubriken einfügen. Die Werbekennzeichnung erfolgt durch oft sehr kleine Vermerke – meist am Rande des Artikels – die Aufmerksamkeit der Nutzer wird jedoch primär durch starke bebilderte Layouts klar auf den Inhalt gezogen.

Native Ads – nicht neu, aber neu aufgesetzt

Native Advertising ist kein neuer Trend. Advertorials gab es schon vor dem Internet, jedoch optisch klar von anderen redaktionellen Inhalten abgegrenzt. Online zeigen sich jedoch in den letzten Jahren selbst Leitmedien zwecks Erschließung neuer Erlösquellen dieser neuen Werbeform gegenüber aufgeschlossen. Vom Content Marketing begeisterte Marketiers sehen hier die Chance ihre Content Distribution in bisher versperrte, seriöse redaktionelle Medienbereiche auszudehnen. Entscheidend ist dabei vor allem die hohe Qualität der Inhalte, um die journalistisch-seriöse Anmutung nicht nur auf den ersten Blick, sondern durch den kompletten Native-Ad –Beitrag hindurch zu vermitteln. Der Aufwand scheint sich zu lohnen: Prognosen zufolge soll Native Advertising alleine durch die Erschließung mobiler Endgeräte in den nächsten zwei bis drei Jahren noch einmal bis zu 100 Prozent Wachstum erzielen. Einfachen Text-Formate in Stil klassischer Advertorials, die online bereits seit über zehn Jahren bekannt sind, werden wohl Schritt für Schritt nativen Formaten im Layout der jeweiligen Website weichen.

Native Advertising – Fluch oder Segen?

Kritiker sehen im Native Advertising Schleichwerbung, die der Glaubwürdigkeit eines Mediums schaden kann. Dabei sind gerade Vertrauen und Glaubwürdigkeit essentielle Faktoren für eine langfristige Leser- wie auch Kundenbindung. Diese kann enormen Schaden nehmen, wenn journalistische Inhalte und gesponserte Formate nicht sauber gekennzeichnet sind. Im schlimmsten Fall wirkt sich das Tarnen von Werbung als redaktioneller Content nicht nur negativ auf die eigentliche Publikation, sondern auch auf das eigentlich beworbene Produkt aus.

Native Advertising gilt dennoch als neues Referenzprodukt von immer mehr Verlagen und in den Media-Planungen von Kommunikationsmanagern. Die abnehmende Wirkung anderer Online-Werbeformate wie Banner oder promoted Links zwingen beide Seiten neue kreative Lösungen zu entwickeln. Hier setzt Native Advertising an, denn es ermöglicht das Platzieren von Inhalten mit einer subtilen und zielgerichteten Botschaft. Wird dem Leser dann auch noch spannender und gehaltvoller Content geliefert, hat Native Advertising ein großes Erfolgspotential.

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