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Kleine Monster – großes Potenzial? Die Bedeutung von Pokémon Go für das Marketing

Nintendo hat mit dem Augmented Reality-Spiel Pokémon Go einen vermeintlich großen Coup gelandet: Der Unternehmenswert steigt rasant, die App ist bereits größer als die Dating-App Tinder und ist Prognosen zufolge auf dem besten Weg, Twitter zu überholen. Nachdem nun auch in Deutschland seit einigen Tagen das Pokemon-Fieber ausgebrochen ist, ist es an der Zeit, den Mega-Hype einer genaueren Betrachtung zu unterziehen.

Das besondere an Pokémon Go ist, dass es als erstes Augmented Reality-Spiel Fiktion und Realität vereint und massentauglich macht. Um Monster zu jagen, müssen sich die Spieler in ihrer physikalischen Umgebung, statt nur innerhalb des Cyber-Raums ihres Computers, bewegen. Diese „Wanderung der Spieler“ durch die reale Welt bietet auch Marken und Unternehmen vielfältige Chancen, mit potentiellen Kunden vor Ort in Kontakt zu treten.

Was Unternehmen lernen können

Wenn sich der Firmenstandort an einem Pokéstop oder einem ähnlichen POI befindet, lässt sich mit der richtigen Strategie ganz einfach neue Laufkundschaft generieren. Ein erfolgreiches Exempel kann anhand eines New Yorker Donut-Ladens statuiert werden. NYC’s Doughnut Plant wurde in der App als Pokéstop definiert. Als Reaktion bot man Pokémon Go-inspirierte Donuts an und postete Fotos dieser so genannten „Pokéseeds“ auf Instagram. Das Ergebnis: Eine Umsatzsteigerung von 15%. Ansätze, den Hype für sich zu nutzen, gibt es viele. Denn der Trend bringt aktuell Millionen von Menschen auf die Straße. Ein Potenzial, das nicht zu unterschätzen ist.

Nachlegen können Unternehmen auch, indem sie an ihren Standorten so genannte Köder aktivieren. Für die nächsten 30 Minuten locken diese dann vermehrt Pokémons an.

Perspektivisch besteht seitens der Entwickler Niantic die Planung, künftig auch auf „Sponsored Locations“ zu setzen. Dies eröffnet weitere Möglichkeiten für Unternehmen, ihr Marketing gezielt mit Pokémon Go zu verknüpfen und damit auch neue Zielgruppen zu erreichen.

Augmented Reality im Messeumfeld

Auch die Messe Frankfurt ist mit diversen Pokestops, Arenen und „Poke-Walks“ auf dem Gelände bereits Austragungsort und nutzt Facebook und Twitter, um dies zu kommunizieren.

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Mit Pokémon Go ist eine Anwendung entwickelt worden, die die Türen für weitere Virtual Reality (VR) und Augmented Reality-Spiele öffnen wird. Hier wird in der Zukunft sicherlich noch viel passieren, was besonders für Event-Veranstalter interessant ist. So bieten Augmented Reality-Umgebungen beispielsweise die Möglichkeit, ihren realen Messe-Stand virtuell mit Exponaten oder Produkten zu erweitern, die rein physisch nicht platziert werden können. Messebesucher begutachten dann die ausgestellten Produkte bequem über das Tablet.

Ob es sich bei Pokémon Go um ein Strohfeuer oder einen anhaltenden Hype handelt bleibt abzuwarten. Sicher ist jedoch, dass die jüngsten Mitglieder unserer Gesellschaft heute als VR- und AR-Natives aufwachsen. Sie werden in der Zukunft mit Leichtigkeit durch virtuelle Welten navigieren. So ist heute für das Marketing der perfekte Zeitpunkt, die Entwicklung von VR und AR Kampagnen weiter auszubauen, um die Zielgruppen von Morgen weiterhin zu erreichen.

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