Marketing 4.0 and beyond

Marketing 4.0 and beyond

Marketing 4.0 and beyond: Die digitale Transformation hat das Marketing zuerst erfasst, erstreckt sich jedoch inzwischen, vergleichbar mit Industrie 4.0, auf alle Unternehmensbereiche und hat so die die vollständige Vernetzung der industriellen Wertschöpfungskette – natürlich auch die Integration mit dem Marketing – zum Ziel.

Im Kern geht es dabei um die Evolution der User Experience. Im Fokus steht die Beziehung zum Kunden, die durch den Einsatz digitaler Technologien eine neue Qualität und Intensität erreichen kann.

Welche Trends bestimmten das digitale Marketing der Zukunft?

1. Personalisierung wird zum Erfolgsfaktor. In den vergangenen Jahren lag der Fokus vieler Marketing-Abteilungen auf Social Media, um die breite Masse zu aktivieren und punktuell auch in den Dialog mit Stakeholdern zu treten. Jetzt rückt der Kunde als Individuum in den Mittelpunkt. Es gilt, den einzelnen Webseitenbesucher beispielsweise mit seinen Interessen zu erkennen und ihn mit relevanten Inhalten anzusprechen. Daher verlieren Netzwerke wie Facebook und gewinnen Messenger wie WhatsApp an Bedeutung, mit denen die Kunden persönlich adressiert werden können. Zudem gewinnen Algorithmen zum Context-sensitiven Ausspielen von personalisierten Angeboten und Informationen stetig an Bedeutung.

2. Das Internet of Things (IoT) eröffnet neue Einblicke in das Nutzungsverhalten – und gilt daher unter Experten als wichtigster Zukunftstrend. Denn im IoT werden sämtliche Produkte internetfähig und miteinander vernetzt. Die damit verbundenen Digital Touchpoints für den Kunden bieten völlig neue Chancen und Handlungsnotwendigkeiten für das Marketing.

3. Big Data wird zu Smart Data. Gelingt es Unternehmen, die immensen Massen an Nutzerdaten auszuwerten und für das Marketing sinnvoll zu nutzen? Können sie ihren Kunden am richtigen Ort und zur richtigen Zeit Angebote machen, die exakt auf deren Bedürfnisse und Wünsche zugeschnitten sind? Big Data sind nicht nur erfolgskritisch für die Planung von Kommunikation, sondern vor allem auch die Grundlage für die weitere Personalisierung und Automatisierung des digitalen Marketings.

4. Mobile Marketing wird zum Standard. Die Tage des stationären Internets sind gezählt. Die neuen Gamechanger sind Wearables. Sie ermöglichen es unter anderem via Location Based Services, Kunden mit lokal relevanten Inhalten und Context-adäquater Ansprache einen Mehrwert zu bieten. Zum Beispiel, indem Aussteller Besuchern ihres Messestandes via Beacons digitale Inhalte zu den Exponaten schicken und damit ein individuelles und unmittelbares Erlebnis bieten.

5. Context- ist das neue Content-Marketing. In Zeiten, in denen jeder Content nach dem Gießkannenprinzip auf Plattformen wie YouTube, Vine, Pinterest oder Instagram bereitgestellt und oft wahllos über Social Networks verbreitet wird, wird Content beliebig und geht oft im Rauschen der Informationsflut unter. Unternehmen müssen sich davon differenzieren, indem sie Inhalte zum Beispiel mit orts- und zeitspezifischen Elementen anreichern und diese Angebote ihren Kunden zielgerichtet entlang der Customer Journey zum richtigen Zeitpunkt und im jeweils passenden Umfeld zur Verfügung stellen.

Beim Digitalen Wandel geht es also nicht nur um Technologien, sondern auch um die Veränderung von Unternehmenskulturen, wie der Zukunftsforscher Mike Walsh in seinem Vortrag „The Digital Transformation Deadline“ gut beschreibt.

Für mehr Information zum Thema die Digitale Transformation im Marketing lesen Sie auch die Artikel Die digitale Marketing-Transformation erfolgreich managen und Big Data, big Change? Digitale Marketingtransformation – der Status quo.

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