Digital vernetzt: Social Media im Messeumfeld

Digital vernetzt: Social Media im Messeumfeld

Laut einer Studie zur Messekommunikation hat Social Media für den Erfolg einer Messe noch bis vor wenigen Jahren kaum eine Rolle gespielt. Allein die Facebook-Kanäle von Messen wie der Heimtextil zeigen heute hingegen: Soziale Netzwerke sind mittlerweile unverzichtbare Service-, Werbe- und Kommunikationsplattformen, um sich mit der Community zu vernetzen und um Zielgruppen auf die Messepräsenz aufmerksam zu machen.

Die Messe Frankfurt baut seit Jahren die Social-Media-Kanäle ihrer Fachmessen kontinuierlich aus. Die Facebook-Community der Heimtextil, der mit 69.000 Besuchern und fast 3.000 Ausstellern größten internationalen Fachmesse für Wohn- und Objekttextilien, zählt beispielsweise mittlerweile über 40.000 Fans. Die Interaktionsraten steigen kontinuierlich an. Hier entspinnen sich Dialoge zwischen Besuchern und Ausstellern, Serviceanfragen werden beantwortet, aktuelle Themen zur Anreise und Unterkunft während der Messe diskutiert. Social Media intensiviert den Austausch mit den Besuchern und stellt eine wichtige Service-Infrastruktur für die Messe Frankfurt dar. Aussteller sollten die Möglichkeit nutzen, eigene Social-Media-Kanäle ins Leben zu rufen und sich an den Interaktionen auf den offiziellen Accounts der Messe Frankfurt zu beteiligen. Acht Punkte, die dabei wichtig sind:

1. Content ist alles. Bilder, Videos, die einen Eindruck des Geschehens auf dem Messestand vermitteln, sind prädestiniert dazu, um auf sozialen Netzwerken geteilt zu werden. Aber auch auf Blogs oder aktuelle Texte können Tweets oder Facebook-Posts verweisen.

2. Erstellen Sie vorab einen Social-Media-Redaktionsplan für die Messetage: Wer kann was wann posten? Dabei können Sie schon im Vorfeld Wert auf Inhalte legen, die sich problemlos teilen lassen – am besten auch mit mobilen Endgeräten, mit denen Ihre Mitarbeiter auf dem Messegelände unterwegs sind.

3. Synchronisieren Sie Ihre Social-Media-Aktivitäten mit allen anderen Marketingmaßnahmen, Neuigkeiten auf der Website, Newsletter-Versänden etc.

4. Wenn Sie gut vernetzte Mitarbeiter haben, positionieren Sie sie als Experten in den sozialen Netzwerken.

5. Nutzen Sie nicht nur die klassischen Social-Media-Plattformen wie Facebook, Twitter, Instagram, sondern auch Business-Netzwerke wie LinkedIn oder Xing, um sich mit Messekontakten zu vernetzen.

6. Twittern Sie mit dem offiziellen Hashtag, den die Messe Frankfurt nutzt. Auf diese Weise erreichen Sie alle, die diesem Hashtag folgen. Der Twitter-Kanal der Automechanika beispielsweise hat über 5.000 Follower – die jeder Aussteller erreichen kann, wenn er die offiziellen Automechanika Hashtags nutzt.

7. Beobachten Sie im Vorfeld, wer über die Messe twittert und postet und vernetzen Sie sich mit diesen Nutzern. Folgen Sie beispielsweise den Social-Media-Accounts des Veranstalters, anderer Aussteller, von Verbänden und Branchenexperten und beteiligen Sie sich dort an aktuellen Diskussionen.

8. Nutzen Sie die Möglichkeiten der jeweiligen Plattform, um beispielsweise eigene Gruppen oder Events auf Facebook zu erstellen oder um mit Facebook Ads genau die Nutzer zu erreichen, die sich gerade auf dem Messegelände aufhalten. Denn nur durch aktive Vernetzung und gezielte Werbung innerhalb der Social Networks kann das volle Potential von Social Media ausgeschöpft werden.

Für mehr Information zum Thema Digital Marketing & Trade Shows lesen Sie auch die Artikel: Wo virtuelle und reale Welt verschmelzen: digitales Marketing am Messestand, Online an der Angel: Digitales Marketing zur optimalen Messevorbereitung und das Interview Digitales Marketing der Messe Frankfurt: „Den persönlichen Kontakt digital anreichern“.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.