Messe Frankfurt Markus Quint Head Of Corporate Communications

Mit Social Media Begegnungen fördern

Wie für jedes erfolgreiche Unternehmen gilt auch für die Messe Frankfurt, auf verschiedenen Social Media Plattformen präsent zu sein. Denn immer mehr Zielgruppen sind hier unterwegs und erwarten mit relevanten, interessanten und auch unterhaltsamen Inhalten versorgt zu werden. Markus Quint, Unternehmenssprecher und Leiter Corporate Communications der Messe Frankfurt, erklärt welchen Stellenwert Social Media für die Messe Frankfurt hat und wie Corporate Communications mit den Herausforderungen im Bereich Social Media umgeht.

Herr Quint, der Messe Frankfurt geht es wie vielen Unternehmen. Sie muss auf Social Media Flagge zeigen. Wie wichtig ist Social Media für die Messe Frankfurt?

Social Media hat für die Messe Frankfurt einen hohen Stellenwert im Mediamix. Für alle von uns angestrebten Social Media Aktivitäten gilt jedoch ein Grundsatz: Sie müssen dazu beitragen, die persönliche Begegnung auf unseren Messen aus Kundensicht noch erfolgreicher zu machen. Denn es geht letztendlich um die Marktplätze, die Begegnungsstätten, die wir mit unseren Veranstaltungen schaffen. Und auf dieser persönlichen Begegnung beruht unser nach wie vor sehr erfolgreiches Geschäftsmodell. Darauf ist dann konsequenterweise auch die Medienarbeit im Bereich Social Media ausgerichtet.

Wie ist Social Media organisatorisch im Unternehmen aufgehängt?

Die Relevanz von Social Media ist grundsätzlich von verschiedenen Faktoren abhängig: Zum einen von der Affinität der Zielgruppe zu Social Media oder den jeweiligen Kanälen, zum anderen vom Mehrwert und Nutzen für die jeweilige Zielgruppe. Um die Relevanz der Kanäle und des zur Verfügung stehenden Contents beurteilen zu können, ist eine gute Kenntnis der Zielgruppen und der jeweiligen Themen notwendig. Aus diesem Grund ist die Zuständigkeit für die verschiedenen Social Media Kanäle dezentral, das heißt veranstaltungsbezogen, organisiert. Die jeweiligen Veranstaltungsteams können so durch das Wissen um die speziellen Zielgruppen und der jeweiligen Event-Themen den Content bestmöglich erstellen, bearbeiten und über die geeigneten Kanäle verteilen, während Corporate Communications sich um die Verbreitung von Inhalten zum Unternehmen kümmert.

Welche Ziel setzen Sie sich bei Ihren Social Media Aktivitäten und welche Zielgruppen sprechen Sie an?

Unser vorrangiges Ziel ist es, den unterschiedlichen Zielgruppen via Social Media einen Mehrwert zu bieten. Dabei streben wir ein organisches Wachstum unserer Follower an. Ein Kauf von Likes oder Followern ist für uns ein klares „No Go“. Dass Wachstum auch mit gutem Content funktioniert, zeigen unsere Zahlen. Bei Instagram konnten wir beispielsweise die Zahlen der Follower seit März 2018 von 3.321 auf 5.488 Stand November steigern. Damit sind wir sehr zufrieden. Um diese erfolgreiche Social Media Arbeit leisten zu können, haben wir für unsere unterschiedlichen Kanäle Zielgruppen definiert und entsprechend relevanten Content abgeleitet, den wir mit den Zielgruppen teilen wollen. Beispiele für unsere Zielgruppen sind Journalisten und Stakeholder aus Politik und Wirtschaft, die wir vornehmlich über Twitter ansprechen. Schwerpunktmäßig über Instagram adressieren wir die Einwohner Frankfurts und des Rhein-Main-Gebietes, Kollegen und potenzielle neue Mitarbeiter. Aussteller und Messebesucher werden übergreifend über verschiedene Kanäle mit angepassten Inhalten angesprochen.

Auf welche Plattformen und welchen Content setzen Sie dabei?

Seitens der Abteilung Corporate Communications bespielen wir aktiv vor allem Instagram, Twitter und YouTube. Zusätzlich nutzen wir in enger Abstimmung mit unserer Personalabteilung Xing und LinkedIn. Dabei schauen wir genau, welcher Content an welcher Stelle für die entsprechende Zielgruppe Sinn ergibt. Wir informieren unter anderem über Themen wie Internationalisierung, unser Messegelände, Geschäftszahlen oder auch Corporate Social Responsibility-Aktivitäten der Messe Frankfurt. Und selbstverständlich unterstützen wir auch unsere Veranstaltungsbereiche mittels Verlinkungen und Vernetzungen.

Gibt es „Leuchtturmprojekte“ oder außergewöhnliche Erfahrungen, von denen Sie berichten können?

Gemeinsam mit den Igers Frankfurt, einer Gruppe von in Frankfurt ansässigen Instagramern hatten wir in 2016 und 2018 ein sehr schönes Social Media Projekt in Gestalt von InstaMeets auf unserem Messegelände realisiert. Das heißt, wir haben eine Gruppe fotointeressierter Personen von rund 20 Personen aus der Umgebung eingeladen, das Messegelände mit seiner besonderen Architektur und seinen interessanten Perspektiven als fotografische Spielwiese zu nutzen. Konsequenterweise ist die Einladung auch über Instagram erfolgt. Bereits 2016 hatten wir begeistertes Feedback erhalten, sodass wir diese Veranstaltung in diesem Jahr wiederholt haben. Für uns war der Aufwand relativ überschaubar, doch durch die hohe Zahl an Followern der Igers-Gruppe, derzeit rund 17.300, sowie ihrer Mitglieder und die über einen längeren Zeitraum veröffentlichten Instagram-Bilder hatten wir eine enorme Resonanz und Reichweite auf diesem Kanal.

Wie sieht Ihre zukünftige Planung in Sachen Social Media aus?

Aktuell haben wir ein Redaktionssystem in der Testphase, mit dem Content schneller als bisher ausgespielt und Crosspublishing über unterschiedliche Plattformen vereinfacht werden soll. Mit diesem Tool wollen wir auch die internationalen Tochtergesellschaften stärker in die Content-Planung einbinden beziehungsweise durch lokalen Content den Followern noch vielseitigere und wertigere Inhalte bieten. Unser Ziel ist es auch, vermehrt Bewegtbildmaterial zu erstellen. Denn Video wird zunehmend beliebter und bietet für Unternehmen viele Optionen, Botschaften in fesselnder Art und Weise an den User zu bringen. Wir haben also noch einiges vor.

Herr Quint, vielen Dank für das Gespräch.

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