Podcasts sind weltweit in aller Ohren. Branchenexperten sind sich einig, dass sie ihren Erfolgskurs fortsetzen werden. Ein Grund dafür ist sicherlich, dass sie im schnelllebigen On-Demand-Zeitalter eine gute Möglichkeit bieten, sich zeit- und ortsunabhängig unterhalten zu lassen oder sich auch tiefgehender über Themen zu informieren oder weiterzubilden. Die Themenvielfalt, die sie gegenüber herkömmlichen Radiosendern oder Audiobooks bieten, ist eine weitere Stärke. So finden selbst Zielgruppen mit sehr spezifischen Interessensgebieten unter dem wachsenden Angebot an Podcasts zumeist das Richtige.

Produktion und Distribution

Die verhältnismäßig einfache und kostengünstige Produktion von Podcasts trägt zum Wachstum des Formats bei. Nicht viel mehr als ein Mikrofon und eine Software zum Aufnehmen und Bearbeiten der Audiodatei, wie beispielsweise Garageband von Apple, sind für eine einfache Variante erforderlich. Für die Distribution bieten sich verschiedene Wege an: Auf der eigenen Webseite oder auf einer Plattform wie Soundcloud, Spotify und Youtube. Relevante, auf die Zielgruppe zugeschnittene Inhalte und eine hochwertige, professionelle Produktion gehen als Erfolgsfaktoren Hand in Hand, um sich im massiven Angebot vom Wettbewerb abzusetzen.

Bewusstes Zuhören

Neben klassischen Anbietern von Medienformaten wie Radiosendern, Magazinen und Zeitungen setzen nicht zuletzt immer mehr Unternehmen auf Podcasts als Komponente im Marketingmix. Erfolgreiche Podcasts eignen sich im B2C-Bereich als Werbeplattform. Denn ein wesentlicher Vorteil von Podcasts ist, dass Hörerinnen und Hörer sie bewusst konsumieren, sodass die Inhalte und Botschaften tatsächlich auch ankommen. So hören in Deutschland immerhin fast 40 Prozent der in einer Bitkom-Studie Befragten einen Podcast vollständig an. Audiovermarkter dienen als hilfreicher Wegweiser und Berater, passende Formate und Zielformate zu identifizieren und zu bespielen.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Auch in der Unternehmenskommunikation lassen sich Podcasts vielfältig einsetzen: Nicht nur, wie bereits erwähnt, als hörbare Variante eines Blogs, flankierend zu E-Mail-Newslettern oder Aktivitäten in den sozialen Medien, sowie als Audio-Webinare, sondern auch im Kontext von Veranstaltungen, um etwa Vorträge oder Interviews als Baustein einer Nachlese zu verbreiten. Richtig angepackt, verschafft dieses relativ niedrigschwellige Tool zusätzliche Reichweite und Aufmerksamkeit.

Im B2B-Bereich kann sich ein Podcast als Bestandteil der Content-Marketing-Strategie als hilfreich erweisen, gerade um komplexere Zusammenhänge und Hintergründe zu erklären und damit einen weiteren Kanal für die Positionierung als Thoughtleader zu wichtigen Umfeldthemen und Branchenherausforderungen zu erschließen. Nicht zu vergessen bieten sich Podcasts auch für die interne Kommunikation an, etwa als zusätzlicher Kanal für die unternehmensinterne Fort- und Weiterbildung.

Bei der Messe Frankfurt werden Podcasts ebenso vielfältig genutzt. Die Fachmesse Ambiente beispielsweise liefert mit ihrem gleichnamigen Podcast spannende Einblicke in die Konsumgüterindustrie. Internationale Experten geben exklusive Einblicke, unter anderem sprechen renommierte Designer über die nächsten Gestaltungstrends, Wissenschaftler und Berater erläutern neue Entwicklungen und Strategien. Wer die Hypermotion im November 2019 verpasst hat, kann dies über den Podcast zur Veranstaltung nachholen. Ob Flugtaxis, Hyperloops, oder Cyborgs – Experten diskutierten über smarte Lösungen für die Mobilität und Logistik der Zukunft in drei spannenden Podiumsdiskussionen auf der Hypermotion 2019. Diese innovativen Zukunftsthemen sind nun auch über die Veranstaltung hinaus für jeden zugänglich.

Erfolgsmessung

Darauf zu warten, dass die Zielgruppe den Podcast eigenständig findet, ist wenig vielversprechend. Wichtig ist neben der Bereitstellung hochwertiger Inhalte mit Mehrwert, die Bekanntheit des Podcasts über alle Kanäle hinweg zu fördern: von Suchmaschinenmarketing über Social Media bis hin zu PR. Und selbstverständlich sollte auch der Erfolgsmessung Aufmerksamkeit zukommen, etwa durch die Zählung von Downloads oder Abonnements, um den Einfluss auf die Leadgenerierung zu ermitteln.