Ob Handelsplatz oder Ideennetzwerk: Die digitale Welt bietet zahlreiche Plattformen, auf denen sich Sales- und Marketing-Maßnahmen der analogen Welt umsetzen und sogar verlängern lassen. Digitale Angebote wie Nextrade oder Conzoom Solutions der Messe Frankfurt bieten Unternehmen im B2B-Umfeld verschiedene Chancen und Anknüpfungspunkte, um auf noch mehr Kanälen zu networken, am Ball zu bleiben, sich inspirieren zu lassen und Orderprozesse noch effizienter abzuschließen. Der folgende Beitrag erläutert, wo die Vorteile liegen und welche Möglichkeiten sich für Lieferanten und Händler ergeben.

Die Online-Welt bildet in vielen Lebensbereichen das analoge Leben nahezu komplett ab. Das gilt für Handel, Vertrieb und Marketing – und eben auch für das Messegeschäft. Viele Veranstalter setzen auf digitale Messe-Apps oder nutzen Virtual Reality- und Augmented Reality-Anwendungen, um Interessenten aus der Ferne für ihr Angebot zu begeistern. Sie begleiten den Besucher auf seiner gesamten Customer Journey bis hin zum After-Sales-Bereich. Digitale Anwendungen ermöglichen B2B-Unternehmen somit zahlreiche neue Kontaktpunkte mit ihren Kunden.

Ergänzend zum laufenden Messegeschäft können Aussteller über digitale Verlängerungen der Messeangebote zusätzlichen Wert schaffen – und zudem die Digitalaffinität der Zielgruppen adressieren. Tatsächlich nutzen schon heute zahlreiche Kunden gerne digitale Lösungen, um sich zu informieren und auch zu kaufen. Das äußert sich unter anderem in einem veränderten Besucherverhalten. Viele Unternehmen ordern nicht mehr direkt auf der Messe, wie es früher üblich war. Stattdessen verlagern sie diese Tätigkeit gerne ins Digitale, sofern die dafür erforderlichen Plattformen bereitstehen und unkompliziert funktionieren. Ein Beispiel aus dem Sales-Bereich stellt Nextrade, ein umfassender B2B-Marktplatz für Unternehmen aus dem Bereich Home & Living, dar.

Nextrade bündelt digitales Order- und Datenmanagement

Nextrade führt als erste digitale B2B-Plattform der Home & Living-Branche 365 Tage im Jahr Angebot und Nachfrage weltweiter Messeteilnehmer orts- und zeitunabhängig zusammen. Aussteller bleiben somit rund um die Uhr für die Orderanfragen ihrer globalen Messekunden erreichbar. Händlern wiederum ermöglicht es die Plattform, effizient und mit einem Log-in zentral bei einer Vielzahl an Home & Living-Marken zu ordern und alle aktuellen Bilder, Preislisten und Produkttexte abzurufen. Zudem erreichen Lieferanten über Nextrade Handelspartner, mit denen sie bisher nicht über Messen oder andere Vertriebskanäle in Kontakt waren – und das im In- wie im Ausland.

Die kostenfreie Teilnahme an Nextrade eröffnet Händlern somit eine unvergleichliche Vielzahl an Vorteilen. Gerade für den stationären Handel dient Nextrade als verlängerte Ladentheke im Kundengespräch. Bei Anfragen nach Farbvariationen oder Verfügbarkeiten von Produkten können Händler in Echtzeit überprüfen, welche Produkte zu welchem Zeitpunkt verfügbar sind und dies dem Kunden unmittelbar mitteilen. Der Fokus von Nextrade liegt zudem nicht nur auf Order. Gerade große Händler nutzen die Order- und Datenplattform speziell, um für den Verkauf am PoS Marketingmaterialien und Daten der Lieferanten aus einem System heraus effizient abzurufen. Aber auch Online-Shops profitieren insbesondere vom zentralen Zugriff auf Online-Content wie Fotos und Videos.

Die zunehmende Heterogenität von Verkaufsplattformen hat sich in der Vergangenheit gerade für Fachhändler als Nachteil erwiesen. Komplexe Einkaufsprozesse haben vielfach dazu geführt, dass Standardsortimente nicht rechtzeitig nachbestellt werden konnten und so Umsatzeinbußen entstanden. Für Lieferanten und Händler bildet die Plattform daher ein einheitliches, digitales Daten- und Ordermanagement über nur ein System, was einen einfachen und effizienten Bestellprozess ermöglicht. Mit Nextrade können Händler nun mit einem einzigen Log-in, in einem Look-and-feel und aus einem System heraus auf eine immer weiter wachsende Anzahl an Topmarken der Home & Living-Branche zugreifen.

Lieferanten sind in der Auswahl der Händler hundertprozentig autark und können individuelle Zugangsrechte zu ihren Shops verteilen – von unterschiedlichen Preislisten bis hin zu individuellen Zugängen zu Produktsortimenten. Sie können ihre Marken und Produkte auf Nextrade im jeweils eigenen Shop individuell präsentieren, Funktionalität und Usability bleiben für alle Shops gleich. Aktuell sind bei Nextrade 135 Lieferanten, 200.000 Artikel und Händler aus 26 Ländern vertreten.

Angebote der Konsumgütermessen online gebündelt

Eine weitere digitale Plattform unterstützt den stationären Handel mit Ideen und Know-how. So wird das Consumer-Goods-Messeportfolio der Messe Frankfurt dank Conzoom Solutions in den Digitalbereich überführt. Über diesen Service erhalten Unternehmen Unterstützung und Inspiration zu den Themen Trends, Marketing und Kreativität, um ihr stationäres Geschäft anzukurbeln.

Conzoom Solutions knüpft mit seinen Inhalten an die großen Konsumgütermessen Ambiente, Christmasworld, Creativeworld, Nordstil, Paperworld und Tendence an. Auf diese Weise erhalten Unternehmen der Konsumgüterbranche Informationen und Marketingtools auch abseits der Messezeiten über das ganze Jahr hinweg. So können sie etwa im Bereich Wissen auf Berichte und Studien, Management Reports und Trendpräsentationen zugreifen. Zudem erhalten sie die Möglichkeit, sich via Video und Podcast weiterzubilden. Tipps und Ideen zur PoS-Gestaltung wiederum inspirieren für die Warenpräsentation im Geschäft. Übergeordnetes Ziel ist es, dem stationären Handel Ideen und konkrete Empfehlungen zu geben, wie sie Kunden begeistern und Umsätze steigern können.

Mehr Effizienz, mehr Ideen

Die Digitalisierung treibt das Messegeschäft voran: Sie hält Geschäftsbeziehungen auch zwischen Veranstaltungen aufrecht, verlängert Content und Austausch virtuell über das ganze Jahr hinweg. Sie ermöglicht es zudem, neue Zielgruppen zu erschließen. Inspiration und Information werden über das Jahr hinweg möglich, ganz einfach vom Schreibtisch aus. Somit schafft die Messe Frankfurt neue Kanäle und Touchpoints, die ganzjährig auf Messen einzahlen, und gestaltet die digitale Transformation der Branche aktiv mit.