Nachhaltige Kommunikation

Frauen mit LaptopDer Erfolg von Barack Obama wird von den Social Media Experten gern als Beispiel für die Power genannt, mit der Social Media die Massen bewegen kann: Auf seiner Seite registrierten sich mehr als 2 Millionen User, von denen 200.000 eigenständig Wahlkampfveranstaltungen organisierten. Die Nachricht vom erneuten Wahlsieg wurde innerhalb kürzester Zeit bei Twitter über 260.000 Mal weitergereicht („retweeted“) und von 1 Millionen Facebook-Usern mit dem Like-Button bedacht.

Im Spannungsfeld zwischen Hype und Kritik  hat sich Social Media innerhalb weniger Jahre einen hohen Rang im Marketingmix erarbeitet. Vorbei die Zeiten, in denen Politiker oder Unternehmen einseitig ihre Informationen in die Welt gestreut haben: heute müssen sie in öffentlichen sichtbaren Kanälen mit Antworten der Konsumenten rechnen. Das Web 2.0 hat uns in ein Zeitalter des Dialogs katapultiert. Der offene Austausch mit und zwischen den verschiedenen Zielgruppen – oder Stakeholdern – ist ein Wagnis, das immer mehr Unternehmen in eine Chance, in einen Wettbewerbsvorteil verwandeln.

Kommunikation auf Augenhöhe“ ist dabei die Zauberformel, die von Unternehmen wie Deutsche Bahn oder Telekom praktiziert wird. Aus der Kundenkommunikation via Behördenbescheid von einst ist ein gleichberechtigter Austausch mittels Social Media geworden. Zum Beispiel auf Twitter, wo ein Team aus mittlerweile 18 Telekom-Mitarbeitern im Channel „Telekom hilft“ öffentliche Kundenanfragen beantwortet.

Der Wechsel von der eigenen one-to-many-Kommunikation hin zu einem offenen Austausch ist mutig und nicht ganz einfach. Die Angst vor Kontrollverlust ist groß, zumal öffentlich geäußerte Kritik erst mal wie Graffiti auf das Unternehmens-Image wirkt und sogenannte „Shitstorms“ auf den ersten Blick alles andere als werbewirksam daherkommen. Die Frage ist, wie offen und konstruktiv man damit umgeht. Findet man die richtige Linie und Tonalität, entsteht eine nachhaltige Kommunikation mit allen Stakeholdern, die einen echten Wettbewerbsvorteil bietet und sofort, aber auch und vor allem in der Zukunft Früchte trägt.

Diese Art der Kommunikation folgt besonderen Grundregeln: Themen und Inhalte werden nicht einfach verkündet – sie laden vielmehr zum Austausch ein. Die Transparenz wird insgesamt größer und Stakeholder werden in die Prozesse der Meinungsbildung oder auch Produktentwicklung eingebunden.

Auch die Messe Frankfurt bedient sich seit Jahren der neuen Kanäle zum direkten Onlineaustausch mit Kunden, Ausstellern und Partnern. Mit einem Netz aus Twitter-Kanälen (u.a. @messefrankfurt, @musikmesse und @dexperty), Facebook-Seiten, diversen Google+ und Youtube Präsenzen und tausenden Fans und Followern gilt sie als eine der „sozialsten“ Messegesellschaften weltweit und damit auch als ein Vorreiter des Social Media im B2B-Bereich. Allein die Reichweite der Musikmesse ist, mit aktuell über 40 000 Fans nur auf Facebook, eine der höchsten aller Messeveranstaltungen weltweit und lässt selbst einschlägige Branchenmessen wie dmexco oder Cebit weit hinter sich.

Der permanente Austausch mit „Fans“ der Marke und Meinungsführern wird gleich mehrfach belohnt:

  • Das Unternehmen wird positiv als serviceorientierter Dienstleister wahrgenommen.
  • Die Markenpräsenz und Reichweite steigt dank Empfehlungsmarketing durch die Onlinekontakte erheblich.
  • Die Aktivitäten führen zu verbessertem Ranking in klassischen Suchmaschinen, vor allem im Hinblick auf die „soziale Suche“, also der Berücksichtigung von Empfehlungen des persönlichen Netzwerkes in den Suchergebnissen.
Wie könnte die Messe Frankfurt das Thema Nachhaltigkeit zukünftig noch weiter mit ihren digitalen Services unterstützen? Wir würden uns sehr über Ihre Vorschläge freuen! Einfach eine Mail schicken an dexperty@messefrankfurt.com

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