Immer in Verbindung: Wearable Technology

„Wearable technologies“ standen beim vergangenen Weihnachtsfest ganz oben auf vielen Wunschzetteln. Gemeint sind damit technische Geräte, die sich dank immer kleinerer Mikrochips unauffällig und komfortabel am Körper tragen lassen und der Verschmelzung des menschlichen Körpers mit der Technik Vorschub geben. IMS Research prognostiziert für das Jahr 2016 rund 170 Millionen Verkäufe solch tragbarer Geräte, ABI Research sogar 485 Millionen weltweit.

Von überall in der Welt werden Meldungen über neue Entwicklungen laut: Allein in Indien schicken sich zahlreiche Start-ups an, den Weltmarkt zu erobern. Unter den Neuheiten sind Schuhe, die mit dem Träger kommunizieren, Fitness-Armbänder, die live mit Personal Trainern verbunden sind, oder Ringe, die Handy-Anrufe annehmen, Musiklisten kontrollieren sowie andere Geräte steuern können. Richtig spannend werden die Entwicklungen durch das sogenannte Affective Computing. Damit können die Geräte durch Gestensteuerung, Gehirnstrommessung und Stimmerkennung noch präziser reagieren und sogar emotionale Schwankungen erkennen.

Auch in Deutschland konnten die Experten vom IZM Fraunhofer Institut in Berlin-Wedding nach jahrelanger Forschungsarbeit in der Fusion von Textilien und Technik einen neuen Erfolg melden: Die Entwicklung eines sehr flexiblen Stoffs, der mit LEDs versehen ist und trotzdem ganz normal gewaschen werden kann. Basis ist eine Folie aus Polyurethan, die sich auf beliebige Stoffe auftragen lässt und jede gewünschte Form annehmen kann.

Bislang entstanden derartige Entwicklungen primär im Fitness- und Medizinbereich, wo zum Beispiel Armbänder für Jogger inzwischen weit verbreitet sind. Nunmehr sind eine ganze Reihe diverser smarter Uhren auf dem Markt, Headup-Displays für jedermann, intelligente Hosenriemen, Sensor-Socken oder auch Produkte wie Google Glass.

2015 ist das Jahr der Bewährung, in der Wearables wie Smart Watches, Google Glass & Co den Beweis antreten müssen, ob sie zum Alltagsbestandsteil oder nur in Nischen erfolgreich sein werden. Auch hier gilt es, Wearables und Ambient Technologies mit User-spezifischen Informationsangeboten wie intelligenten Werbeflächen oder Virtual Reality Anwendungen auf ihre Nutzbarkeit im Umfeld von Großveranstaltungen oder Messen hin zu überprüfen. Die infrastrukturellen Voraussetzungen sind mit Apps, LANs, Leitsystemen & Co auf Messen schon vorhanden.

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