Mobile First – aber wann?

„Bis 2016/2017 wird sich abzeichnen, ob die Trendwende zu Mobile Only bereits vollzogen sein wird,“ prognostiziert Kai Hattendorf, Leiter des Geschäftsbereichs Digital Business der Messe Frankfurt. „Bereits heute gewinnen spezifische Apps, beispielsweise für Events oder die zeitlich begrenzte Nutzung auf Messen, immer größere Bedeutung. Viele Besucher der Messen am Messeplatz Frankfurt nutzen Apps bereits jetzt intensiver als die klassischen Web-Angebote“. Letztlich ist es eben auch wesentlich bequemer, auf interaktive Hallenpläne und Ausstellerkataloge im Smartphone zuzugreifen, als diese in Papierform mit sich zu schleppen.

Während 2013 in Frankfurt noch 70.818 App-Downloads für alle Messen zusammen registriert wurden, waren es im vergangenen Jahr bereits 105.764 – eine Steigerung von 49 Prozent innerhalb eines Jahres. Dies ist besonders beachtlich vor dem Hintergrund einer eklatant sinkenden Bereitschaft der User, neue Apps auf ihre Smartphones zu laden: Laut einer Studie des Marktforschungsunternehmens comScore laden zwei Drittel der fast 40 Millionen Smartphone-Besitzer in Deutschland keine neuen Apps mehr auf ihr Gerät. Werden dann doch neue Apps geladen, werden sie meist kaum genutzt, wie Localytics ermittelt hat.

Diese so unterschiedlichen Tendenzen zeigen deutlich auf, wie wichtig eine nachhaltige mobile Strategie in Verbindung mit echtem Nutzwert ist: Eine App als indirektes Marketinginstrument kann nur dann den erwünschten Erfolg ernten, wenn sie ähnlich den Apps der Messe Frankfurt Service und Mehrwert bieten – und kontinuierlich weiterentwickelt wird. Mit dem stetig wachsendem technischem Potential der Geräte wächst auch das Spektrum der Möglichkeiten, diese auszunutzen.

In diesem Sinne werden andere mobile Technologien wie NFC oder iBeacon in diesem Jahr stärker in den Fokus rücken.

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