10 Punkte für die perfekte Pressemitteilung

10 Punkte für die perfekte Pressemitteilung

Jede zweite Pressemitteilung wandert laut einer Studie der BW-Uni München ungelesen im Müll. Zu einer guten Pressemitteilung gehören deshalb weit mehr als ein großer Verteiler und sprachliche Perfektion. Wir nennen 10 Punkte, die Sie unbedingt beachten sollten

Am besten stellen Sie sich den Journalisten einfach bildlich vor, den Sie mit Ihrer Pressemitteilung erreichen und dazu bewegen möchten, darüber zu berichten. Stellen Sie sich vor, wie er am Computer sitzt, seine E-Mails abruft und versucht, die Spreu vom Weizen zu trennen. Wie er versucht, interessante Meldungen für die nächste Ausgabe seines Mediums herauszufiltern, zusätzliche Informationen für einen Artikel zu recherchieren und dabei möglichst effizient nur die interessantesten News für seine Leser zu finden.

Wenn Sie sich die Empfänger Ihrer Infos so vorstellen, ergeben sich einige der 10 wichtigsten Punkte für eine erfolgreiche Pressemitteilung von selber:

  1. Der Zeitpunkt des Versands der Pressemitteilung entscheidet erheblich über die Veröffentlichung/Berücksichtigung: Bereitet der Journalist z.B. gerade einen Vorbericht zur nächsten Fachmesse vor, kommt ihm beispielsweise die Information über eine Produkt-Premiere auf dieser Messe gerade recht. Nur eine Woche vorher oder nach der Messe kann die Information u.U. keinerlei Relevanz für ihn haben – weil er sie einfach nicht (mehr) gebrauchen und schlechterdings „im Hinterkopf behalten“ kann.
  2. Der Versand sollte morgens zwischen 10 und 11 Uhr stattfinden. Statistisch gesehen ist das die beste Zeit für Mails von bislang unbekannten Absendern. Bei Fachzeitschriften und -Journalisten sollte die Information 6-8 Wochen vor Erscheinungsdatum vorliegen, damit sie noch berücksichtigt werden kann.
  3. Der Nachrichtengehalt spielt eine ebenso große Rolle. Allein die Teilnahme Ihres Unternehmens auf der Messe XYZ birgt kaum genug Anlass zur Berichterstattung, wohl aber die Weltpremiere des neuen Produkts, auf das die Leser lange gewartet haben.
    Wenn Sie nichts (Neues) zu sagen haben, sollten Sie es lieber auch gleich lassen – oder im Zweifel berichtenswerte Anlässe schaffen.
  4. Eine aussagekräftige Betreff-Zeile/Headline, ein zusammenfassender Teaser (1-2 Sätze) und ein verständlicher, gut strukturierter und ausführlicher Text müssen diesen Nachrichtengehalt überzeugend und fokussiert rüberbringen. Auch komplizierte Sachverhalte und fachspezifische Lösungen lassen sich mit etwas Mühe so verständlich rüberbringen, dass sie ohne intellektuelle Dreisprünge erfassbar und mühelos kommunizierbar sind. Allzu großzügiger Fachjargon beeindruckt niemanden und erschwert es dem Journalisten unnötig, einen auch für Laien verständlichen Text daraus zu generieren.
  5. Auch Stil und Form sollten von Professionalität und Seriosität zeugen. Dazu gehören neben Nachrichten-Stil und sachlicher Korrektheit, Glaubwürdigkeit und Plausibilität auch Formalien wie Firmendaten und Kontaktdaten eines Ansprechpartners sowie nach Möglichkeit ein Link zu weiterführenden Infos. Kurze Absätze mit Zwischenüberschriften erleichtern das Lesen und bieten eine klare Struktur. Beantworten Sie immer die W-Fragen: Wer hat wann, was, wo gemacht – und warum?
  6. Die Objektivität ist ausschlaggebend für die Glaubwürdigkeit. Vermeiden Sie alle Aussagen und Formulierungen, die wie Werbung klingen – denn wenn Sie ihr Produkt z.B. „das Beste“ oder „Innovativste“ nennen, werden Journalisten naturgemäß misstrauisch. Lassen Sie lieber Fakten, Studien oder Meinungen Dritter positiv über sich sprechen.
  7. Ergänzendes Bildmaterial hilft dem Journalisten bei der Visualisierung des Themas, aber auch ganz praktisch beim Seiten-Layout. Es sollte für den Druck geeignet sein (150-300 dpi), rechtlich unbedenklich verwendbar und ohne auffälliges Branding oder Beschriftungen, dafür aber mit einer vorformulierten Bildunterschrift.
  8. Nur reine Textdateien oder RTF-Dateien eignen sich zum Versand als Mail-Anhang, denn dies sind die gängigsten Formate, die auf allen Plattformen unproblematisch geöffnet und per Copy&Paste weiterverarbeitet werden können.
  9. Die richtigen Keywords und Links auf Ihre Seite dienen nicht nur dem Ranking Ihrer Webeite, sondern können auch ganz reelle Besucher liefern, ohne den Umweg über die Suchmaschinen machen zu müssen.
  10. Schreiben Sie auch für potentielle Kunden, die evt. über die Suchmaschine auf den Pressebereich stoßen und durch die Texte stöbern können. Auch diese erwarten hochwertigen Content mit Mehrwert.

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