Customer experience IoT im Marketing

„Das IoT im Marketing“

Das Internet der Dinge bringt für das Marketing ein grundsätzliches Um- und Weiterdenken mit sich. Was bedeutet es Chancen, Kosten und Risiken in derartige Projekte mit einzubeziehen oder welche Umsetzungsbeispiele gibt es bereits?

  1. Was bedeutet das Internet of Things für das Marketing?

Das Internet der Dinge eröffnet dem Marketing viele neue Entfaltungsmöglichkeiten und Spielräume. Dabei spielen die sozialen Medien mittlerweile eine unentbehrliche Rolle, weil sie sich auch mit dem Internet der Dinge verknüpfen lassen. Ein verknüpftes Produkt kann automatisch Beiträge und Standortdaten veröffentlichen und teilen. Dadurch lassen sich Online-Communities formen, die spezielles Interesse an einem Produkt haben. Nutzungsverhalten und Kundenbedürfnisse können dadurch besser als je zu zuvor verstanden werden. Gleichzeitig erhalten IoT-Anwender wertvolles Feedback und Informationen zu aktuellen Trends.

  1. Was das IoT mit Tante Emma zu tun hat

Das IoT gibt dem Marketing ganz neue Möglichkeiten an die Hand. Dem Kunden kann so zielgerichteter als je zuvor ein Angebot gemacht werden, und zwar nicht nur in der virtuellen, sondern auch in der physischen Welt. Beispielsweise ist es möglich, einen Ladenbesucher durch ein Beacon beim Betreten eines Geschäfts automatisch zu erkennen. Dies ermöglicht es dem Verkäufer dem Kunden auf Basis seiner persönlichen Interessen und seiner Kaufhistorie ein individuell passendes Angebot zu machen, das genau zu den Wünschen des Kunden passt. Also praktisch die Renaissance der berühmten Tante Emma, die genau wusste, dass ihr Stammgast Herr Meier am Montag immer seine Sportzeitschrift und ein belegtes Brötchen für den Weg mit dem Zug zur Arbeit möchte.

  1. Chancen, Kosten & Risiken?

Marketingexperten sollten bei allen Chancen jedoch auch die Risiken nicht vergessen und nicht vorschnell in Aktionismus verfallen. Denn wenn gerade in Deutschland Kunden das Gefühl erhalten, bevormundet oder ausgehorcht zu werden, kann das für Unternehmen einen Kundenverlust statt einem Zusatzgeschäft bedeuten.

Deshalb sollte der Kunde bei neuen Ideen so früh wie möglich miteinbezogen werden. Zudem ist es von elementarer Bedeutung, festzustellen, auf welchem Weg er angesprochen werden möchte und welche Informationen über ihn gesammelt und verwendet werden dürfen. Gerade weil das IoT eine sehr unmittelbare und direkte Kundenbeziehung ermöglicht, ist es absolut notwendig, Konzepte systematisch mit den realen Bedürfnissen der Konsumenten abzugleichen.

  1. Ausblick

Frühzeitiges Ausprobieren und Testen ist bei neuen IoT-basierten Angeboten essenziell, weil die Möglichkeiten und Herausforderungen, die sich aus der Technologie ergeben, noch längst nicht vollständig verinnerlicht wurden. Auch Marketingprofis müssen erst noch lernen, zielführend damit umzugehen.

Das große Potenzial zeigen beispielweise die kleinen smarten IoT-Buttons, die das Unternehmen Flic auf den Markt gebracht hat. Sie werden einfach an einen Gegenstand geheftet und lösen auf Knopfdruck bestimmte Aktionen aus. Als Kühlschrankmagnet einer Pizza-Kette beispielsweise genügt ein Klick und die Lieblingspizza ist unterwegs. Bestellen war nie so einfach – der Kunde ist glücklich und das Unternehmen ist immer ganz nah an ihm dran.

Das Internet der Dinge bietet Unternehmen enorme Chancen – aber nur den Unternehmen, die darauf vorbereitet sind. Einen reinen Zugang zu Kundeninformationen zu besitzen reicht nicht aus. Die Informationen müssen wirkungsvoll im Unternehmen verarbeitet und zügig in entsprechende Angebote umgesetzt werden.

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