Erfolg Mit Eigenen Social Media Aktivitaeten

Mit eigenen Social Media Kanälen zum Erfolg

Wer heute kein Profil in den sozialen Medien hat, existiert nicht. Das ist zumindest die Situation in der Marketingwelt. Und das aus gutem Grund: Ein Profil auf Facebook, Instagram, Twitter oder Snapchat gewinnt neue Kunden und bindet bestehende. Ohne regelmäßige und sorgfältige Pflege des Accounts wird das aber nicht klappen. Wie das für Facebook und Instagram aussehen kann, sehen Sie hier.

Was ist Social Media Marketing?

Für Aufmerksamkeit in sozialen Medien können Unternehmen arbeiten – oder bezahlen. Kurz gesagt besteht einerseits die Möglichkeit, über Sponsored Posts auf Instagram oder Facebook Werbung zu schalten – im Fachjargon Paid Media genannt. Earned Media bezeichnet auf der anderen Seite die sogenannte organische Reichweite und Aufmerksamkeit, die Unternehmen über klassische Posts bei ihren Fans erreichen. Wollen Unternehmen in der Social Media Welt präsent sein, gibt es dabei kein Entweder-Oder. Denn am meisten Sinn ergibt eine gute Mischung beider Varianten, insbesondere weil nicht klar ist, nach welchem Schema Social-Media-Algorithmen ihre Inhalte an Follower ausliefern. Dass Unternehmen die Wichtigkeit der Sozialen Medien im Marketing längst erkannt haben und ihre Marketingbudgets entsprechend ausrichten, belegen Zahlen des Medianetzwerks Zenith. So werden laut den Werbeprofis die Social-Media-Werbeausgaben von 48 Milliarden US-Dollar auf 76 Milliarden US-Dollar im Jahr 2020 steigen.

Wie binden Unternehmen in sozialen Medien ihre Kunden?

Fast jeder besitzt heute einen Account in sozialen Medien. So kam Facebook im September 2018 auf 1,49 Milliarden aktive Nutzer pro Tag. Auf Instagram waren es laut Omnicore im gleichen Zeitraum 400 Millionen Menschen. Wer es also in die Freundesliste seiner Kunden schafft, erobert sich einen Platz in ihrem Leben. Dabei sollte klar sein, welche Zielgruppe angesprochen werden soll – und welches Ziel (z.B. Imageaufbau oder Lead-Generierung) im Speziellen verfolgt wird. Eine strategische Herangehensweise ist also angebracht.

Auf ausreichende Ressourcen achten

Social Media Marketing ist aufwendig. Unternehmen sollten deshalb sicherstellen, dass ausreichend Zeit, Geld und Personal vorhanden ist, um die Kanäle zu pflegen. Ist das geschafft, können sie ihre Kunden kontinuierlich mit Inhalten versorgen – ob Produktnews, Gewinnspiele oder (Live-)Videos – der Fantasie sind hier nahezu keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist nur, den Account durchgängig und zielgruppengerecht zu bespielen. Denn soziale Medien sind keine statischen Plattformen. Mit auf Interaktion ausgelegten Inhalten (Fragen, Gewinnspiele, Visual Quotes) kommt Bewegung auf die Plattform. Und klar: Wer interagiert, muss reagieren. Und zwar schnell.

Aber wie sieht der perfekte Post aus?

Bei bei der Gestaltung des perfekten Posts ist einiges zu berücksichtigen. Denn nicht nur die Wünsche der Fans zählen, sondern es sollte auch beachtet werden, welche Inhalte Facebook bevorzugt in den Newsfeed der User einspielt. Offen legt das Netzwerk diese Mechanismen nicht; klar ist nur, dass Facebook seit einiger Zeit die Inhalte privater Accounts gegenüber denen offizieller Markenprofile bevorzugt. Nichtsdestotrotz können Marken ihre Posts optimieren. So hat Quintly zu Beginn 2018 rund 10 Millionen Facebook- und Instagram-Posts analysiert. Die Erkenntnisse:

  • Textlänge: Je kürzer, desto besser. Das gilt sowohl für Facebook als auch für Instagram. Posts mit 1 und 50 Zeichen erhielten die meisten durchschnittlichen Interaktionen. Posts ohne Text lagen auf Rang 2.
  • Art des Inhalts (Text, Bild, Video): User interagieren stärker mit visuellen Inhalten wie Bildern und vor allem Videos.
  • Zeitpunkt des Posts (Wochentage vs. Wochenende): Tatsächlich erhalten am Wochenende abgesetzte Posts auf beiden Plattformen durchschnittlich mehr Interaktionen als während der Woche.
  • Anzahl der benutzten Emojis: Von überschwänglicher Freude über große Trauer bis hin zur Übelkeit hält die Social-Media-Welt für nahezu jedes Gefühl das passende Emoji bereit. Und die Nutzer mögen sie. Post mit 1-3 Emojis konnten die höchste Interaktion auf Facebook und hohe Interaktion auf Instagram verbuchen.
  • Anzahl der verwendeten Hashtags: Auf Instagram erweisen sich ein bis drei Hashtags als eine erfolgsversprechende Dosis. Anders auf Facebook: Dort sind Posts ohne Hashtags am erfolgreichsten.
Teilbaren Inhalt schaffen

Und wie sieht erfolgsversprechender Inhalt aus? Hier hat die New York Times bereits im Jahr 2011 einen interessanten Forschungsbericht darüber veröffentlicht, warum Menschen Inhalte online teilen. Mehr als sieben Jahre später sind die Erkenntnisse aus der Wissenschaft für die Facebook-Marketingstrategie nach wie vor relevant. Die Gründe für das Teilen von Inhalten sehen wie folgt aus – denn Menschen wollen:

  • wertvolle und/oder unterhaltsame Inhalte für andere zugänglich machen.
  • sich selber gegenüber anderen definieren (Rufaufbau und Wahrnehmung gegenüber anderen).
  • Selbsterfüllung/Bestätigung erhalten (über Kommentare etc.).
  • das eigene Beziehungsnetzwerk ausbauen und pflegen.
  • an der öffentlichen Debatte zu Themen und Unternehmen teilnehmen.

Für Unternehmen bedeutet das also, Inhalte zu schaffen, die Menschen zum Teilen anregen.

Gute Beispiele

Besonders gut scheint der US-Sportartikelhersteller Nike sein Social-Media-Handwerk zu verstehen: So zählt der Instagram-Account mehr als 81 Millionen Follower. Emotional aufgeladene, visuell ansprechende Bilder von Sportereignissen geben den Usern das, was sie auf Instagram suchen: Ein gutes Gefühl. Nicht zu vergessen, dass Nike Fußballstar Cristiano Ronaldo mitsamt seiner 145 Millionen Abonnenten als Testimonial verpflichtet hat. Auf Facebook ist ein Fast-Food-Riese erfolgreich unterwegs. Hier bringt es der Kanal von McDonald’s auf 78 Millionen Abonnenten. Die Fast-Food-Kette schafft dort den Spagat zwischen unterhaltsamer Auseinandersetzung mit der Marke (zum Beispiel Visual Quotes „365 Gründe für McDonald’s“) und der offenen Auseinandersetzung mit kritischen Themen zum Thema Fast Food.

Der Aufbau eigener Social Media Kanäle ist also für fast jedes Unternehmen Pflicht, um erfolgreich zu sein. Im nächsten Blogpost lesen Sie, welche Kriterien über den Erfolg in sozialen Medien entscheiden – und wie Sie diese messen und analysieren.

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